Finasterid und Ejakulation: weniger Sperma
Weniger Sperma unter Finasterid, manche berichten von schwächerem Orgasmus. Britische Packungsbeilage: anhaltende Ejakulationsprobleme nach Absetzen (PFS).
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Finasterid kann dazu führen, dass beim Samenerguss weniger Sperma kommt, und manche Männer sagen, auch ihr Orgasmus fühle sich schwächer an. Die britische Packungsbeilage nennt Ejakulationsprobleme, die nach dem Absetzen angehalten haben. Sie gehören zu den anhaltenden Beschwerden, die als Post-Finasterid-Syndrom (PFS) bekannt sind.
In derselben Packungsbeilage steht, die geringere Menge scheine „die normale Sexualfunktion nicht zu beeinträchtigen“. So tut man es leicht ab, und es anzusprechen ist unangenehm. Vom Orgasmus steht weder in der Packungsbeilage noch auf der Seite des britischen Gesundheitsdienstes NHS (auf Englisch) etwas.
Das Wichtigste in drei Punkten
- Die britische Packungsbeilage (auf Englisch) nennt weniger Sperma als gelegentliche Nebenwirkung von Finasterid.
- Sie nennt außerdem „anhaltende Probleme mit der Ejakulation nach Beendigung der Behandlung“, Häufigkeit nicht bekannt.
- Seit 2012 nennt die FDA-Fachinformation (auf Englisch) zu Propecia, der Text für Ärztinnen und Ärzte in den USA, außerdem „Orgasmusstörungen“, die nach dem Absetzen anhielten. Wenn Probleme bleiben, sprechen Betroffene von PFS.
Presse: contact@sidefxhub.com
Lucas war 18, als er anfing, Finasterid gegen Haarausfall zu nehmen, und er nahm es etwa fünf Jahre lang. Jahre später zählte er in einem Interview auf, was sich verändert hatte.
„Ich hatte wässriges Sperma“, sagt er, in einer Aufzählung, die von wenig sexuellem Verlangen und Müdigkeit bis zu Muskelabbau reicht. Sein Sperma sei später wieder normal geworden, sagt er, andere Beschwerden seien aber geblieben. Als er interviewt wurde, hatte er seit etwa 14 Jahren PFS.
Führt Finasterid zu weniger oder wässrigem Sperma?
Zu weniger, bei manchen Männern. Die britische Packungsbeilage (auf Englisch) nennt „eine geringere Menge an Samenflüssigkeit beim Sex“ als gelegentliche Nebenwirkung.
In den einjährigen Studien, auf denen die 1-mg-Tablette gegen Haarausfall beruht, gaben 8 von 1.000 Männern unter Finasterid weniger Sperma an, gegenüber 4 von 1.000 mit einem Scheinmedikament. In diesen Studien, so die FDA-Fachinformation (auf Englisch) zu Propecia, verschwanden die sexuellen Nebenwirkungen bei den Männern, die das Mittel absetzten, und bei den meisten, die es weiternahmen.
Männer, die im ersten Jahr weniger Sperma angaben, je 1.000
Diese Zahlen beruhen auf den Angaben der Männer. Eine 48-wöchige Studie (auf Englisch) hat das Sperma stattdessen gemessen: Die Menge ging unter Finasterid 1 mg etwa genauso stark zurück wie unter dem Scheinmedikament.
„Wässrig“ ist Lucas’ Wort, und in keiner Packungsbeilage steht es. Als Forschende Berichte über anhaltende sexuelle Probleme (auf Englisch) nach einem Medikament sammelten, gehörte wässriges Sperma zu dem, was Männer nach Finasterid schilderten.
Warum genau, hat bisher niemand gezeigt. Eine Erklärung, die Forschende nennen (auf Englisch), ist der Abfall von DHT, dem Hormon, das Finasterid senkt. Laut der FDA-Fachinformation kommt das Enzym, das Finasterid hemmt, in der Prostata vor, einer Drüse, die an der Bildung des Spermas beteiligt ist, und in den Drüsen daneben.
Kann Finasterid den Orgasmus abschwächen?
Manche Männer sagen, bei ihnen sei es so gewesen. Die britische Packungsbeilage erwähnt den Orgasmus nicht, und in den Studienergebnissen der FDA-Fachinformation zu Propecia ist er nicht aufgeführt. „Orgasmusstörungen“ nennt diese Fachinformation nur unter den Problemen, die nach dem Absetzen gemeldet wurden.
Dr. Michael Irwig, ein US-Arzt, der auf Hormone spezialisiert ist, befragte Männer (auf Englisch), deren sexuelle Nebenwirkungen nach Finasterid mindestens drei Monate angehalten hatten. Etwa 7 von 10 hatten Probleme mit dem Orgasmus.
Wie häufig das ist, kann seine Studie nicht zeigen, und das sagt er auch selbst. Es waren Männer, die sich von sich aus gemeldet hatten.
Eine italienische Studie (auf Englisch) fragte Männer mit anhaltenden Beschwerden, was ihnen aufgefallen war. Ein schwächerer Samenerguss war eine der häufigsten Antworten.
Ärztinnen, Ärzte und Forschende, die festgehalten haben, wie PFS diagnostiziert wird (auf Englisch), zählen eine anhaltende „Verminderung der Empfindung im Genitalbereich und beim Orgasmus“ zu den Anzeichen. Matt beschreibt das in unserem Artikel Wie fühlt sich PFS an? Auch andere Medikamente können den Orgasmus beeinträchtigen, wie unser Überblick erklärt.
Können Ejakulationsprobleme nach dem Absetzen von Finasterid anhalten?
Ja, bei manchen Männern. Die britische Packungsbeilage nennt „anhaltende Probleme mit der Ejakulation nach Beendigung der Behandlung“. Diese Zeile steht dort unter „Häufigkeit nicht bekannt“.
Die FDA-Fachinformation zu Propecia nennt „sexuelle Funktionsstörungen, die nach Beendigung der Behandlung anhielten, darunter erektile Dysfunktion, Libidostörungen, Ejakulationsstörungen und Orgasmusstörungen“. Die US-Arzneimittelbehörde FDA gab den Wortlaut zu Ejakulation und Orgasmus bekannt (auf Englisch), nachdem sie Meldungen von Männern ausgewertet hatte. Ein eindeutiger ursächlicher Zusammenhang sei nicht nachgewiesen, schrieb sie.
Wie der Warnhinweis in die FDA-Fachinformation zu Propecia kam
Bei manchen Männern hat es nach dem Absetzen Jahre angehalten. Noch weiß niemand, wen es trifft und ob es nachlässt.
Um den zeitlichen Verlauf geht es in unserem Artikel Finasterid: Ab wann treten Nebenwirkungen auf?
Was kann ich tun?
Finasterid hilft vielen Männern, ihre Haare zu behalten. Wenn Sie Nebenwirkungen haben, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wie es weitergeht.
In der britischen Packungsbeilage steht, man solle sich bei Anzeichen einer beeinträchtigten Sexualfunktion an die Ärztin oder den Arzt wenden. Der NHS schreibt, man solle ärztlichen Rat einholen, wenn beim Samenerguss weniger Sperma kommt als sonst oder gar keines.
Für das Gespräch in der Praxis genügen klare Worte und Daten: „Finasterid 1 mg seit Mai 2023, letzte Tablette im Januar 2025. Seit Herbst 2023 weniger Sperma, und der Orgasmus fühlt sich schwächer an. Vorher keine Probleme.“
Viele sagen, es habe gedauert, bis sie ernst genommen wurden. Nehmen Sie den Satz aus der Packungsbeilage mit. Sie können es auch melden, ohne dass eine Ärztin oder ein Arzt zustimmt.
Melden Sie es: Das hilft allen
Was Ihre Ärztin oder Ihr Arzt notiert, hilft Ihnen. Eine Meldung an die Arzneimittelbehörde hilft allen anderen: So fallen Muster auf.
- Kein Beweis nötig. Ein Verdacht genügt, auch Jahre nach dem Absetzen.
- Wo: in Deutschland beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), im Vereinigten Königreich über das Yellow-Card-System, in den USA über MedWatch.
- Die richtigen Worte. Wenn die Beschwerden nach dem Absetzen angehalten haben, schreiben Sie Syndrom nach 5-Alpha-Reductase-Inhibitor-Behandlung (Post 5-alpha-reductase inhibitor syndrome, MedDRA 10082430).
Unsere Anleitung zum Melden zeigt Ihnen, wie es geht
Was wird sonst noch oft gefragt?
Beeinträchtigt Finasterid die Fruchtbarkeit? In der britischen Packungsbeilage steht, Unfruchtbarkeit sei „bei Männern berichtet worden, die Finasterid über lange Zeit einnahmen und weitere Risikofaktoren hatten, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können“. Nach dem Absetzen sei berichtet worden, dass sich die Samenqualität verbesserte oder normalisierte, heißt es dort, und Langzeitstudien zur Fruchtbarkeit bei Männern gebe es nicht.
Ist es bei Finasterid 5 mg (Proscar) anders? Bei dieser Dosis zeigte sich ein Rückgang, als das Sperma gemessen wurde. In einer 24-wöchigen Studie, die in der FDA-Fachinformation zu Proscar (auf Englisch) steht, ging die Menge um etwa ein Fünftel zurück und blieb im Normalbereich. Nachdem die Männer das Mittel abgesetzt hatten, vergingen im Schnitt 84 Wochen, bis der Ausgangswert wieder erreicht war. Die britische Packungsbeilage von Proscar (auf Englisch) nennt Probleme mit der Ejakulation, die „nach dem Absetzen des Medikaments anhalten können“. Mehr dazu in unserem Artikel über Finasterid 5 mg.
Ist weniger Sperma allein schon PFS? Nein. Nach den PFS-Kriterien sind sexuelle Probleme, die nach dem Absetzen vergehen, kein PFS, und Veränderungen des Spermas können von Finasterid herrühren, „ohne für die Diagnose auszureichen“. Die Kriterien fragen nach sexuellen Problemen, die drei Monate nach der letzten Tablette noch bestehen. Unsere Seite zum Post-Finasterid-Syndrom führt die Anzeichen auf.
Lucas sagt, sein Sperma sei wieder normal geworden, vieles andere aber nicht. Wenn sich Ejakulation oder Orgasmus seit Ihrer letzten Tablette anders anfühlen, melden Sie es: Beide kamen durch Meldungen wie Ihre in die FDA-Fachinformation.
Alle Zitate wurden aus dem Englischen übersetzt.
Quellen
Alle folgenden Quellen wurden am 12. Oktober 2026 aufgerufen.
- Propecia 1 mg Filmtabletten, britische Packungsbeilage (auf Englisch), Organon, Electronic Medicines Compendium (emc 2194), Vereinigtes Königreich, zuletzt überarbeitet im Mai 2026. Abschnitt 4, gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen): „you may have problems with ejaculation, for example a decrease in the amount of semen released during sex. This decrease in the amount of semen does not appear to affect normal sexual function“. Häufigkeit nicht bekannt: „persistent problems with ejaculation after discontinuation of treatment“; „male infertility and/or poor quality of semen“. Abschnitt 2, Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit: „Infertility has been reported in men who took finasteride for a long time and had other risk factors that may affect fertility. Normalisation or improvement of seminal quality has been reported after discontinuation of finasteride. Long-term clinical studies about the effects of finasteride on fertility in men have not been conducted.“ Abschnitt 2, zur Sexualfunktion: „If you experience symptoms of impaired sexual function, contact your doctor for further medical advice.“ Das Wort Orgasmus kommt in der Packungsbeilage nicht vor.
- Propecia 1 mg Filmtabletten, britische Fachinformation (auf Englisch), emc 2194, Vereinigtes Königreich, Text überarbeitet am 29. Juni 2026. Abschnitt 4.8 behandelt drei 12-monatige placebokontrollierte Studien: „decreased volume of ejaculate was reported in 0.8% of men treated with ‘Propecia’ and 0.4% of men treated with placebo“. „The effect of ‘Propecia’ on ejaculate volume was measured in a separate study and was not different from that seen with placebo.“ Nach der Markteinführung gemeldet: „persistence of sexual dysfunction (decreased libido, erectile dysfunction and ejaculation disorder) after discontinuation of treatment“. Die Häufigkeit solcher Meldungen „cannot be determined as they are derived from spontaneous reports“.
- Propecia (Finasterid) 1 mg, FDA-Fachinformation und Patienteninformation aus den USA (auf Englisch), Organon, DailyMed, US National Library of Medicine. Fachinformation überarbeitet im August 2022, Patienteninformation im November 2023. Abschnitt 6.1 behandelt drei 12-monatige Studien mit 945 Männern unter Propecia und 934 unter Placebo. Ejakulationsstörung: 1,2 % gegenüber 0,7 %. Vermindertes Ejakulatvolumen, darin mitgezählt: 0,8 % gegenüber 0,4 %. „Resolution occurred in men who discontinued therapy with PROPECIA due to these side effects and in most of those who continued therapy“. Bei gesunden Männern „a median decrease in ejaculate volume of 0.3 mL (-11%) compared with 0.2 mL (-8%) for placebo was observed after 48 weeks“. Abschnitt 6.2, nach der Markteinführung gemeldet: „sexual dysfunction that continued after discontinuation of treatment, including erectile dysfunction, libido disorders, ejaculation disorders, and orgasm disorders“. Ebenfalls dort: „male infertility and/or poor seminal quality (normalization or improvement of seminal quality has been reported after discontinuation of finasteride)“. Diese Reaktionen „are reported voluntarily from a population of uncertain size“, deshalb gilt: „it is not always possible to reliably estimate their frequency or establish a causal relationship to drug exposure“. Abschnitt 12.1: Das Typ-II-Enzym „is primarily found in prostate, seminal vesicles, epididymides, and hair follicles as well as liver“.
- US-Arzneimittelbehörde FDA, Questions and answers: finasteride label changes (auf Englisch), 11. April 2012 (archivierte Kopie; die Seite steht nicht mehr auf fda.gov). „A revision to the Propecia label to include libido disorders, ejaculation disorders, and orgasm disorders that continued after discontinuation of the drug.“ Erektile Dysfunktion nach dem Absetzen „was added as a known event in 2011“. Propecia wurde 1997 zugelassen. Zu Propecia wertete die FDA 421 Meldungen über sexuelle Funktionsstörungen aus, die zwischen 1998 und 2011 eingegangen waren; 59 schilderten Probleme, die nach dem Absetzen mindestens drei Monate anhielten. Die FDA schrieb, dass „clear causal links between finasteride (Propecia and Proscar) and sexual adverse events have NOT been established“.
- Proscar (Finasterid) 5 mg, FDA-Fachinformation (auf Englisch), Organon, überarbeitet im März 2026. DailyMed. Abschnitt 5.5 beschreibt gesunde Freiwillige, die 24 Wochen lang behandelt wurden. „A 0.6 mL (22.1%) median decrease in ejaculate volume with a concomitant reduction in total sperm per ejaculate was observed.“ Diese Werte „remained within the normal range and were reversible upon discontinuation of therapy with an average time to return to baseline of 84 weeks“. Abschnitt 6.1 enthält das erste Jahr der vierjährigen PLESS-Studie mit 1.524 Männern unter Proscar und 1.516 unter Placebo. Vermindertes Ejakulatvolumen: 3,7 % gegenüber 0,8 %. Ejakulationsstörung: 0,8 % gegenüber 0,1 %. Abschnitt 6.2: „sexual dysfunction that continued after discontinuation of treatment, including erectile dysfunction, decreased libido and ejaculation disorders (e.g. reduced ejaculate volume)“. Dazu heißt es in der Fachinformation: „The independent role of PROSCAR in these events is unknown.“
- Proscar 5 mg Filmtabletten, britische Packungsbeilage (auf Englisch), Organon, emc 1008, Vereinigtes Königreich, zuletzt überarbeitet im August 2024. Abschnitt 4: „Problems with ejaculation that may continue after stopping the medication“.
- NHS, Side effects of finasteride (auf Englisch), Seite zuletzt geprüft am 2. August 2023. Häufige Nebenwirkungen „usually improve after a while, but they can sometimes carry on even after you stop taking finasteride“. „If the amount you ejaculate is less than usual or you have no semen at all, speak to your doctor.“ Den Orgasmus erwähnt die Seite nicht. NHS, Prostate problems (auf Englisch): Die Prostata „makes semen“.
- Overstreet JW, Fuh VL, Gould J et al. Chronic treatment with finasteride daily does not affect spermatogenesis or semen production in young men (auf Englisch). J Urol 1999;162(4):1295-300. 181 Männer zwischen 19 und 41 Jahren, Finasterid 1 mg oder Placebo über 48 Wochen; Samenproben von 79 von ihnen. Das Ejakulatvolumen sank unter Finasterid um 0,3 ml und unter Placebo um 0,2 ml, ohne signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen. Gelesen wurde die Zusammenfassung (Abstract).
- Amory JK, Wang C, Swerdloff RS et al. The effect of 5alpha-reductase inhibition with dutasteride and finasteride on semen parameters and serum hormones in healthy men (auf Englisch). J Clin Endocrinol Metab 2007;92(5):1659-65. 99 gesunde Männer über ein Jahr; Finasterid wurde in einer Dosis von 5 mg gegeben. Die Autoren schließen: „the decrease in DHT induced by 5ARIs is associated with mild decreases in semen parameters that appear reversible after discontinuation“. Gelesen wurde die Zusammenfassung (Abstract).
- Healy D, Le Noury J, Mangin D. Enduring sexual dysfunction after treatment with antidepressants, 5α-reductase inhibitors and isotretinoin: 300 cases (auf Englisch). Int J Risk Saf Med 2018;29(3-4):125-134. Meldungen an RxISK.org. Von 25 Männern, die nach Finasterid oder Dutasterid berichteten: wässriges Ejakulat 8, verminderte Samenmenge 5, Orgasmus ohne Lustgefühl oder schwacher Orgasmus 3. Die Menschen haben diese Meldungen von sich aus eingeschickt. Eine Häufigkeit lässt sich daraus also nicht ableiten.
- Irwig MS, Kolukula S. Persistent sexual side effects of finasteride for male pattern hair loss (auf Englisch). J Sex Med 2011;8(6):1747-53. Interviews mit 71 Männern, deren sexuelle Nebenwirkungen nach dem Absetzen mindestens drei Monate angehalten hatten; 69 % hatten Probleme mit dem Orgasmus entwickelt. Als Grenzen nennen die Autoren Verzerrungen durch die Auswahl der Teilnehmenden und durch die Erinnerung.
- Chiriacò G, Cauci S, Mazzon G, Trombetta C. An observational retrospective evaluation of 79 young men with long-term adverse effects after use of finasteride against androgenetic alopecia (auf Englisch). Andrology 2016;4(2):245-50. Eine verminderte Kraft des Samenergusses gaben 82,3 % an. Die Männer wurden in einer Klinik in Triest und über eine Website gewonnen, ohne Vergleichsgruppe.
- Healy D, Bahrick A, Bak M et al. Diagnostic criteria for enduring sexual dysfunction after treatment with antidepressants, finasteride and isotretinoin (auf Englisch). Int J Risk Saf Med 2022;33(1):65-76. PFS-Kriterium 5: „Enduring reduction in genital and orgasmic sensation“; Kriterium 6: „The problem is present for ≥3 months after stopping treatment“. „Sexual dysfunction that happens on finasteride but clears after treatment stops is not PFS.“ „A number of related features may stem from finasteride without being diagnostic for PFS“, darunter „altered seminal quantity and quality“.
- Moral Medicine, Interview mit Lucas (auf Englisch), 16. Juni 2026 (43 Minuten), hier eingebettet als Ausschnitt von 14:03 bis 14:50. Nach den automatischen YouTube-Untertiteln: mit 18 begonnen (3:22 bis 3:28), fünf Jahre lang genommen (15:18 bis 15:20), „I had low libido“, „fatigue“, „watery semen“, „muscle loss“ (14:14 bis 14:36), „my semen got normal again“ (27:07 bis 27:10), etwa 14 Jahre PFS (1:38 bis 1:43). Seine Geschichte auf unserer Website: Lucas’ Geschichte: Finasterid mit 18.
- PFS Foundation, Persistent sexual side effects of finasteride (Propecia) for male pattern hair loss (auf Englisch), Dr. Michael Irwig, veröffentlicht am 27. August 2012, hier eingebettet als Ausschnitt vom Anfang bis 1:06. Sinngemäß nach den Untertiteln wiedergegeben: die Grenzen seiner Studie bei 1:10, kurz nach dem Ende des Ausschnitts.
- MedDRA-Begriff und -Code: Syndrom nach 5-Alpha-Reductase-Inhibitor-Behandlung (Post 5-alpha-reductase inhibitor syndrome), 10082430.
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