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Was verursacht PFS? Die wichtigsten Theorien

Warum können Beschwerden bleiben, wenn Finasterid abgebaut ist? Die wichtigsten Theorien zum Post-Finasterid-Syndrom (PFS) und was Studien zeigen können.

Was verursacht PFS? Die wichtigsten Theorien

Die Beschwerden sind lange nach der letzten Finasterid-Tablette noch da, und Sie wollen wissen, warum? Niemand weiß bisher, was das Post-Finasterid-Syndrom (PFS) verursacht, bei dem die Nebenwirkungen von Finasterid nach dem Absetzen anhalten.

Die Forschung verfolgt drei Spuren: die Steroide, die das Gehirn selbst bildet, abgeschaltete Gene und den Androgenrezeptor, den Teil einer Zelle, der männliche Hormone aufnimmt.

Vielleicht hat man Ihnen gesagt, das Medikament sei längst weg. Das stimmt. Die Hälfte jeder Dosis verlässt Ihr Blut nach etwa fünf bis sechs Stunden, heißt es in der britischen Fachinformation (auf Englisch).

Drei Jahre lang hielt Matt Finasterid für harmlos. Dann traten plötzlich die sexuellen Nebenwirkungen auf. Die meisten seiner übrigen Symptome begannen, sagt er, in den drei Wochen nach dem Absetzen. Hier erklärt er, warum er das Medikament dafür verantwortlich macht.

Ein Ausschnitt (11:18 bis 11:37) aus Matts Interview mit Moral Medicine, April 2026, auf Englisch. Es sind seine eigenen Ansichten. An anderer Stelle im Film spricht er über Suizid.

Genau dieser Zeitpunkt ist das Rätsel. Warum sollte es schlimmer werden, wenn das Medikament den Körper verlässt? „Warum das bei manchen Menschen so heftig und bei anderen gar nicht auftritt, ist bis heute nicht ganz verstanden“, sagt Matt später im Film.

Jede der drei Spuren ist ein Versuch, dieses Rätsel zu lösen.

Warum halten PFS-Symptome nach dem Absetzen von Finasterid an?

Den Grund hat bisher niemand gefunden. Jede Spur sucht nach etwas im Körper, das nach der letzten Tablette verändert bleibt.

Bei PFS geht es nicht nur um Sexualität. Eine Checkliste, die Ärztinnen, Ärzte und Forschende 2022 vorgeschlagen haben, nennt Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Depressionen und Suizidgedanken. Sie können zu den sexuellen Veränderungen hinzukommen oder allein auftreten. Wenn Sie Suizidgedanken haben: Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr und kostenfrei erreichbar unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123.

Die Checkliste von 2022 beschreibt einen Verlauf wie bei Matt: Ein anhaltendes sexuelles Problem kann erst beginnen, wenn das Medikament abgesetzt wird, oder sich dann verschlimmern.

Eine Tierstudie von 2026 (auf Englisch) der Universität Mailand fand bei Ratten etwas Ähnliches. Unter Finasterid veränderten sich die Ratten kaum. Einen Monat nach der letzten Dosis waren sie unruhig und mieden alles Neue, was das Team als Anzeichen von Angst deutet. Ratten sind keine Menschen, aber laut dem Team passt das zu dem, was Männer mit PFS beschreiben.

Die Studien an Männern haben zwei Schwachstellen. Die Männer wurden erst untersucht, nachdem PFS begonnen hatte. Wie die Checkliste schreibt, ist „nicht klar, ob diese vor der Behandlung vorhanden waren“. Und jede Studie, die das Nervenwasser (Liquor) untersucht hat, stammt von einem einzigen Team in Mailand.

Das Wichtigste in drei Punkten

  1. Die britische Propecia-Packungsbeilage (auf Englisch) nennt eine „anhaltende Abnahme des sexuellen Verlangens nach Beendigung der Behandlung“.
  2. Bei Männern mit PFS berichten kleine Studien von Veränderungen bei den Steroiden im Gehirn, bei abgeschalteten Genen und beim Androgenrezeptor (siehe diese Studie von 2019, auf Englisch).
  3. Niemand hat diese Männer vor dem Finasterid untersucht. Keine Studie kann deshalb bisher sagen, dass das Medikament die Veränderungen verursacht hat (Checkliste von 2022, auf Englisch). Betroffene nennen es PFS.

Presse: contact@sidefxhub.com

Könnten Veränderungen bei den Steroiden im Gehirn PFS auslösen?

Möglicherweise. Finasterid blockiert die 5-Alpha-Reduktase, ein Enzym, mit dem der Körper andere Stoffe herstellt. Einer davon ist DHT, das Hormon hinter dem Haarausfall. Auch das Gehirn nutzt das Enzym, um eigene Steroide zu bilden (Neurosteroide). Sie helfen mit, Stimmung und Nervenfunktion zu steuern.

Finasterid gelangt in die Flüssigkeit um Gehirn und Rückenmark, heißt es in der britischen Fachinformation. In einer Studie von 2017 (auf Englisch) untersuchte das Mailänder Team diese Flüssigkeit bei Männern mit PFS, die das Mittel abgesetzt hatten. Manche dieser Steroide waren niedriger als bei gesunden Männern, andere höher.

Online begegnet Ihnen vielleicht der Name eines dieser Steroide: Allopregnanolon, das hilft, Nervenzellen zu beruhigen. In dieser Studie war es im Nervenwasser normal und nur im Blut niedriger, schreibt das Team in seiner Übersichtsarbeit von 2020 (auf Englisch).

Dr. Michael Irwig, ein Hormonspezialist, beschrieb 2011 einige der ersten Fälle. In einem Film von 2012 fragte er, ob Hormonveränderungen im Gehirn Nervenzellen verändern könnten. Hier erklärt er, was Finasterid blockiert.

Dr. Michael Irwig, damals an der George Washington University, in einem Ausschnitt (2:38 bis 3:29) aus einem Film der PFS Foundation, August 2012, auf Englisch. Es sind seine eigenen Ansichten.

Könnten Gene oder der Androgenrezeptor beteiligt sein?

Das ist möglich, aber jede Idee beruht auf nur wenigen kleinen Studien.

Abgeschaltete Gene. Ein Gen kann abgeschaltet sein, ohne beschädigt zu sein: durch chemische Markierungen, die an der DNA haften. Die Wissenschaft nennt das Epigenetik. In einer Studie von 2019 (auf Englisch) fand das Mailänder Team diese Markierungen am Gen für das Enzym, das Finasterid blockiert. Im Nervenwasser tauchten sie bei etwa 6 von 10 Männern mit PFS auf, bei gesunden Männern dagegen bei weniger als 1 von 10, in Gruppen von 16 und 13 Personen.

Das Forschungsteam konnte nicht sagen, ob die Markierungen schon vor der Geburt vorhanden waren oder vom Finasterid stammen. Mehr dazu steht in unserer Zusammenfassung dieser Studie.

Der Androgenrezeptor. Zwei kleine Studien untersuchten Penishaut. 2014 fand ein italienisches Team bei Männern mit anhaltenden Problemen nach Finasterid mehr Androgenrezeptoren (auf Englisch) als bei Männern, die es nie genommen hatten. 2021 fand ein Team aus Houston das Gen des Rezeptors bei Männern mit PFS aktiver (auf Englisch).

Drei Theorien, und was sie noch nicht zeigen können

1
Steroide im Gehirn

Veränderte Werte im Nervenwasser von Männern mit PFS. Niemand weiß, ob sie schon vor dem Finasterid so waren.

2
Abgeschaltete Gene

Markierungen, die ein Gen abschalten, im Nervenwasser. Könnten aus der Zeit vor der Geburt stammen.

3
Der Androgenrezeptor

Mehr Rezeptoren oder mehr Rezeptoraktivität in der Penishaut. Nur Haut, und keine Proben von vorher.

Quellen: Melcangi und Kollegen, 2017 und 2019; Di Loreto und Kollegen, 2014; Howell und Kollegen, 2021; Healy und Kollegen, 2022.

Was kann ich tun?

Finasterid hilft vielen Männern, ihre Haare zu behalten. Wenn Sie Nebenwirkungen haben, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wie es weitergeht. Wenn sich Ihre Stimmung verändert, sollen Sie laut der britischen Packungsbeilage das Mittel absetzen und so bald wie möglich ärztlichen Rat einholen.

Um ernst genommen zu werden, müssen Sie die Ursache nicht kennen. Nennen Sie Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt Ihre Daten, zum Beispiel „Finasterid 1 mg ab Januar 2023, letzte Tablette im März 2024“. Sagen Sie auch, was sich sonst verändert hat, etwa Stimmung, Konzentration und Gedächtnis. Bei der Suche kann unser Ratgeber helfen: Zu welcher Ärztin, zu welchem Arzt bei PFS?

Wenn Sie hören: „Das können nicht die Tabletten sein, die sind längst aus Ihrem Körper“

Sie könnten sagen: „Ich weiß. Die Packungsbeilage nennt sexuelle Probleme, die nach dem Absetzen angehalten haben, und die Forschung weiß noch nicht, warum. Können wir festhalten, dass meine mit Finasterid begonnen haben und bis heute nicht verschwunden sind?“

Sie können es melden, auch wenn Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt nicht zustimmt.

Melden Sie es: Das hilft allen

Was Ihre Ärztin oder Ihr Arzt notiert, hilft Ihnen. Eine Meldung an die Arzneimittelbehörde hilft allen anderen: So fallen Muster auf.

  • Kein Beweis nötig. Ein Verdacht genügt, auch Jahre nach dem Absetzen.
  • Wo: in Deutschland beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), im Vereinigten Königreich über das Yellow-Card-System, in den USA über MedWatch.
  • Die richtigen Worte. Wenn die Beschwerden nach dem Absetzen angehalten haben, schreiben Sie Syndrom nach 5-Alpha-Reductase-Inhibitor-Behandlung (Post 5-alpha-reductase inhibitor syndrome, MedDRA 10082430).

Unsere Anleitung zum Melden zeigt Ihnen, wie es geht

Was wird sonst noch oft gefragt?

Ist PFS erblich? Das weiß man noch nicht. Eine italienische Studie von 2014 (auf Englisch) fand bestimmte Varianten des Androgenrezeptor-Gens bei Männern mit PFS häufiger als bei Männern ohne Haarausfall. Auch Männer mit Haarausfall, die nie Finasterid genommen hatten, hatten sie häufiger. Sie gehören also womöglich einfach zum Haarausfall.

Kann ein Test diese Veränderungen zeigen? Nicht in der Hausarztpraxis. Die Befunde zu Steroiden und Genen stammen aus Nervenwasser, das für die Forschung entnommen wurde, und Blutproben zeigten nicht dasselbe. Die Checkliste von 2022 nennt keinen Test für PFS. Unser Artikel über Finasterid und Testosteron erklärt, warum Hormontests normal ausfallen können.

Könnte etwas anderes PFS erklären? Eine Studie aus Mailand von 2021 fand bei Männern mit PFS andere Darmbakterien (auf Englisch). Manche Forschende bezweifeln, dass Finasterid überhaupt hinter PFS steckt: Eine US-Studie von 2026 (auf Englisch) mit Männern aus einer Studie zur Vorbeugung von Prostatakrebs fand kein Anzeichen dafür. Andere verweisen auf den Nocebo-Effekt, bei dem die Erwartung von Nebenwirkungen diese hervorruft. Unser Artikel zum Nocebo-Effekt prüft dieses Argument.

Matts Frage, warum es manche Männer trifft und andere nicht, ist weiter offen. Wenn Finasterid bei Ihnen etwas verändert hat und das bis heute so geblieben ist, melden Sie es mit Ihren Daten, und lesen Sie mehr über PFS.

Quellen

  1. Organon Pharma (UK). Propecia 1 mg film-coated tablets, package leaflet (auf Englisch), Electronic Medicines Compendium, zuletzt überarbeitet im Mai 2026. Abschnitt 2: Bei Stimmungsveränderungen, Depressionen oder Suizidgedanken „Propecia absetzen und so bald wie möglich ärztlichen Rat einholen“. Abschnitt 4, Häufigkeit nicht bekannt: „anhaltende Erektionsschwierigkeiten nach Beendigung der Behandlung“, „anhaltende Abnahme des sexuellen Verlangens nach Beendigung der Behandlung“, „anhaltende Probleme mit der Ejakulation nach Beendigung der Behandlung“. Britische Packungsbeilage; sie gilt für das britische Präparat.
  2. Organon Pharma (UK). Propecia 1 mg, summary of product characteristics (auf Englisch), Fassung vom 29. Juni 2026. Abschnitt 5.2: „Die mittlere terminale Halbwertszeit beträgt bei Männern von 18 bis 60 Jahren etwa 5 bis 6 Stunden“; Finasterid sei „im Liquor (Nervenwasser) nachgewiesen worden“, reichere sich dort aber „offenbar nicht bevorzugt an“. Britische Fachinformation.
  3. Healy D, Bahrick A, Bak M et al. Diagnostic criteria for enduring sexual dysfunction after treatment with antidepressants, finasteride and isotretinoin (auf Englisch). Int J Risk Saf Med 2022;33(1):65-76. Vorgeschlagene Kriterien auf Grundlage einer Expertenübereinkunft. Abschnitt 5 (PFS) nennt „kognitive Beeinträchtigung“, „Depression“ und „Suizidalität“. Diese „können unabhängig von sexuellen Schwierigkeiten auftreten, aber auch sexuelle Probleme begleiten“. Veränderte Spiegel neuroaktiver Steroide, Methylierung der 5-Alpha-Reduktase Typ 2 im Liquor und eine veränderte Darmflora seien „auch bei PFS-Patienten gefunden worden“. Dann: „Aber auch hier ist nicht klar, ob diese vor der Behandlung vorhanden waren.“ Abschnitt 9: „eine anhaltende sexuelle Funktionsstörung kann erst auftreten, wenn das Medikament abgesetzt wird, oder eine leichte Funktionsstörung unter der Behandlung kann sich beim Absetzen verschlimmern“.
  4. Moral Medicine, This year I’m turning 30 years old, and I haven’t felt an orgasm since I was 24 (auf Englisch), Interview mit Matt, April 2026. Ausschnitt 11:18 bis 11:37; das Zitat steht bei 11:43 bis 11:48 (automatische Untertitel). Seine Geschichte auf unserer Website: Matts Geschichte.
  5. Cioffi L, Diviccaro S, Chrostek G et al., Melcangi RC. Finasteride withdrawal induces anxiety-like behavior and novelty avoidance in adult male rats (auf Englisch). J Neuroendocrinol 2026;38(3):e70150. Universität Mailand. Ratten, die 20 Tage behandelt und einen Monat nach dem Absetzen erneut untersucht wurden: Die Wirkungen während der Behandlung „waren mild“, „deutliche Verhaltensänderungen traten beim Absetzen auf“; die Ergebnisse stimmten „mit klinischen Berichten zu PFS überein“. Zusammenfassung gelesen.
  6. Melcangi RC, Santi D, Spezzano R et al. Neuroactive steroid levels and psychiatric and andrological features in post-finasteride patients (auf Englisch). J Steroid Biochem Mol Biol 2017;171:229-35. Sechzehn Männer mit PFS. Im Liquor waren Pregnenolon, Progesteron, Dihydroprogesteron, DHT und 17beta-Estradiol erniedrigt, DHEA, Testosteron und 3alpha-Diol erhöht; die Veränderungen im Blutplasma „spiegelten nicht genau wider, was im Liquor geschieht“. Zusammenfassung gelesen.
  7. Diviccaro S, Melcangi RC, Giatti S. Post-finasteride syndrome: an emerging clinical problem (auf Englisch). Neurobiol Stress 2020;12:100209. Universität Mailand; die Autorinnen und Autoren erhielten Fördermittel der Post-Finasteride Foundation. Tetrahydroprogesteron sei „auch als Allopregnanolon bekannt“; es gehöre zu den Steroiden, die „GABA-A-Rezeptoren modulieren können“. Zur größten Studie (Melcangi 2017): Die THP-Spiegel, die im Liquor unverändert waren, seien im Blutplasma deutlich erniedrigt gewesen. Volltext gelesen.
  8. PFS Foundation, Persistent sexual side effects of finasteride (Propecia) for male pattern hair loss (auf Englisch), Dr. Michael Irwig, August 2012. Ausschnitt 2:38 bis 3:29; seine Frage nach Hormonveränderungen im Gehirn und Nervenzellen steht bei 3:37 bis 3:51 (automatische Untertitel). Seine Studie: Irwig MS, Kolukula S. Persistent sexual side effects of finasteride for male pattern hair loss (auf Englisch). J Sex Med 2011;8(6):1747-53.
  9. Melcangi RC, Casarini L, Marino M et al. Altered methylation pattern of the SRD5A2 gene in the cerebrospinal fluid of post-finasteride patients: a pilot study (auf Englisch). Endocr Connect 2019;8(8):1118-25. Sechzehn Männer mit PFS und 20 gesunde Männer; Liquor von 13 der gesunden Männer. Der SRD5A2-Promotor war im Liquor von 56,3 % der Männer mit PFS und 7,7 % der Kontrollpersonen methyliert (9 von 16, 1 von 13). „In Blutproben wurde keine Promotor-Methylierung festgestellt.“ Die Autorinnen und Autoren „können nicht folgern, ob dieses Muster vorgeburtlich angelegt oder durch die Finasterid-Behandlung ausgelöst wurde“.
  10. Di Loreto C, La Marra F, Mazzon G et al. Immunohistochemical evaluation of androgen receptor and nerve structure density in human prepuce from patients with persistent sexual side effects after finasteride use for androgenetic alopecia (auf Englisch). PLoS One 2014;9(6):e100237. Universitäten Udine und Triest. Acht Männer mit sexuellen Nebenwirkungen, die länger als 6 Monate nach dem Absetzen anhielten, und 11 Männer, die nie Finasterid genommen hatten. Die Dichte der Androgenrezeptoren in Stroma- und Epithelzellen war bei den Fällen höher. Zusammenfassung gelesen.
  11. Howell S, Song W, Pastuszak A, Khera M. Differential gene expression in post-finasteride syndrome patients (auf Englisch). J Sex Med 2021;18(9):1479-90. Baylor College of Medicine, Houston, USA. Zellen aus Penishaut von 26 Männern mit PFS-Symptomen und 26 Kontrollpersonen. „Die Expression des Androgenrezeptors war bei den untersuchten Patienten deutlich höher“; kein Unterschied bei der Zahl der Trinukleotid-Wiederholungen. Einschränkungen: „mögliche Selektionsverzerrung“, „fehlende Genexpressionsdaten vor der Exposition gegenüber 5-Alpha-Reduktase-Hemmern; fehlende Gewebeproben von anderen Körperstellen als dem Penis“, „fehlende mechanistische Daten, die einen ursächlichen Zusammenhang nahelegen würden“. Zusammenfassung gelesen.
  12. Borgo F, Macandog AD, Diviccaro S et al., Melcangi RC. Alterations of gut microbiota composition in post-finasteride patients: a pilot study (auf Englisch). J Endocrinol Invest 2021;44(6):1263-73. 23 Männer mit PFS (21 ausgewertet), 10 gesunde Männer. Zusammenfassung gelesen.
  13. Cecchin E, De Mattia E, Mazzon G et al. A pharmacogenetic survey of androgen receptor (CAG)n and (GGN)n polymorphisms in patients experiencing long term side effects after finasteride discontinuation (auf Englisch). Int J Biol Markers 2014;29(4):e310-6. Varianten extremer Länge waren bei Männern mit Haarausfall und PFS sowie bei Männern mit Haarausfall, die nie Finasterid genommen hatten, häufiger als bei Männern ohne Haarausfall. Die Autorinnen und Autoren deuten dies als Ausdruck „der genetischen Veranlagung zur Entstehung des Haarausfalls“. Zusammenfassung gelesen. Siehe auch Cauci S et al., Sex Med 2017;5(1):e61-71 (auf Englisch).
  14. Till C, Tangen CM, Goodman P, Unger JM, Thompson IM Jr. No evidence of post-finasteride syndrome in 267,983 person-years follow-up in the Prostate Cancer Prevention Trial (auf Englisch). Urology 2026 (online 22. August). Fred Hutchinson Cancer Center, Seattle, USA. Männer in einer placebokontrollierten Studie zur Vorbeugung von Prostatakrebs mit Finasterid, nachbeobachtet über US-Medicare-Abrechnungsdaten: Keine von 22 Erkrankungen, die „möglicherweise mit PFS zusammenhängen“, ließ sich mit dem Finasterid-Arm in Verbindung bringen; die Autorinnen und Autoren schließen, die Nachbeobachtung stütze »das Konzept eines Post-Finasterid-Syndroms« nicht. Zusammenfassung gelesen.

Quellen geprüft am 28. Oktober 2026. KI-gestütztes Schreiben und Prüfen, keine klinische Prüfung. Alle Zitate wurden aus dem Englischen übersetzt.

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