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Warum verursachen SSRI sexuelle Nebenwirkungen?

SSRI erhöhen das Serotonin, das Lust, Erregung und Orgasmus offenbar bremst. Warum die Probleme nach dem Absetzen anhalten können (PSSD), ist ungeklärt.

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Von Morten SkovVeröffentlicht Aktualisiert
Warum verursachen SSRI sexuelle Nebenwirkungen?

SSRI-Antidepressiva wie Sertralin und Citalopram erhöhen die Menge an Serotonin, einem Botenstoff im Gehirn und im Körper. Serotonin wirkt offenbar wie eine Bremse für Lust, Erregung und Orgasmus. Bei manchen Menschen bleiben diese Probleme nach der letzten Tablette bestehen. Man nennt das sexuelle Funktionsstörung nach SSRI-Einnahme (PSSD), und niemand weiß bisher, warum.

PSSD ist mehr als Sex, auch wenn der Name das nahelegt. 2022 haben sich Ärztinnen, Ärzte und Forschende auf eine Checkliste geeinigt, um sie zu erkennen. Im Mittelpunkt steht eine anhaltende Veränderung des Empfindens im Genitalbereich, oft ein Taubheitsgefühl. Außerdem nennt die Liste emotionale Abstumpfung, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen und Veränderungen bei anderen Sinnen.

Für die Bremse während der Einnahme hat die Medizin einen Erklärungsansatz. Warum sie nach dem Absetzen manchmal angezogen bleibt, ist weiter ungeklärt. Eine Person in einer Studie von 2019 berichtete, in einer gynäkologischen Praxis habe man ihr gesagt: „Sie wissen, dass das vorkommt, aber sie wissen nicht, warum.“

Das Wichtigste in drei Punkten

  1. Mehr Serotonin dämpft die Signale im Gehirn, die Lust auf Sex und Erregung auslösen (Übersichtsarbeit von 2010, auf Englisch).
  2. Die britische Packungsbeilage zu Sertralin warnt, dass diese Probleme in einigen Fällen „nach Beendigung der Behandlung angehalten haben“ (Packungsbeilage, auf Englisch).
  3. Warum sie anhalten, ist unklar. Forschende haben Theorien, keine ist bewiesen (Übersichtsarbeit von 2022, auf Englisch). Betroffene nennen es PSSD.

Presse: contact@sidefxhub.com

Wie dämpfen SSRI die Lust auf Sex?

Sie drehen die „Startsignale“ des Gehirns für Sex leiser. Nervenzellen, die Leitungen des Körpers, geben Nachrichten mit Botenstoffen wie Serotonin weiter. Ist die Nachricht übermittelt, nehmen sie den Botenstoff wieder auf. Ein SSRI verhindert das, sodass mehr Serotonin übrig bleibt. Das steckt in der „Wiederaufnahme“ im Namen: selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, kurz SSRI.

Serotonin bremst zwei andere Botenstoffe, Dopamin und Noradrenalin, wie eine Übersichtsarbeit von 2010 (auf Englisch) erklärt. Beide helfen dabei, Lust auf Sex zu bekommen und erregt zu werden. Dopamin treibt das Belohnungssystem des Gehirns an, das uns etwas wollen lässt.

Serotonin senkt außerdem Stickstoffmonoxid, einen Stoff, der Blut in die Genitalien strömen lässt, schreibt dieselbe Übersichtsarbeit. Weniger davon kann eine schwächere Erektion oder weniger natürliche Feuchtigkeit bedeuten.

Halten Sie das nicht für gesichert. 2010 nannten zwei Ärzte, die für Psychiaterinnen und Psychiater schrieben, die Belege für einen Zusammenhang zwischen Serotonin und sexuellen Problemen „nicht schlüssig“. Ein Grund: Kein Medikament wirkt allein auf Serotonin.

Was bekannt ist, und was nicht

Während der Einnahme
Serotonin bremst den SexDafür gibt es einen Erklärungsansatz.
Nach der letzten Tablette
Das Medikament verlässt den KörperDie Wirkungen sollen abklingen.
Monate oder Jahre später
Bei manchen bleiben die ProblemeWarum, weiß noch niemand.
Quellen: Higgins et al., 2010; Healy et al., 2019; Peleg et al., 2022.

Warum dämpfen SSRI Orgasmus und Empfinden im Genitalbereich?

Serotonin verlangsamt, wie sich ein Orgasmus oder Samenerguss aufbaut. Die Wirkung ist so stark, dass ein SSRI, Dapoxetin, dafür zugelassen ist, den Samenerguss hinauszuzögern.

Wird ein SSRI täglich gegen Depression genommen, kann derselbe Effekt zu weit gehen. Laut britischer Packungsbeilage zu Sertralin kann die Unfähigkeit zu ejakulieren mehr als 1 von 10 Menschen betreffen. Bei Frauen führt die Übersichtsarbeit von 2010 Probleme mit Orgasmus und Feuchtigkeit auf.

Auch das Empfinden verändert sich. Der größte Teil des Serotonins im Körper sitzt außerhalb des Gehirns und kann dort das Empfinden im Genitalbereich direkt dämpfen, so die Übersichtsarbeit. Die Autorinnen und Autoren der Checkliste von 2022 gehen weiter: Sie schreiben, bei fast allen, die ein SSRI beginnen, verändere sich das Empfinden im Genitalbereich innerhalb einer Stunde, auch wenn es nicht alle bemerken.

Bei PSSD wird dieses Taubheitsgefühl stärker und bleibt. Manche sagen, ihre Genitalien fühlten sich an, „als wären sie einem Betäubungsmittel ausgesetzt gewesen“, vermerkt die Checkliste.

Connor hat BBC News davon erzählt. Das Taubheitsgefühl war seine erste Nebenwirkung unter Sertralin. Fast ein Jahr nach seiner letzten Tablette war es immer noch da.

Connor (nicht sein richtiger Name) in einem Ausschnitt (5:54 bis 6:27, auf Englisch) aus einem Film von BBC News, 11. August 2023. Es sind seine eigenen Ansichten.

Warum halten die Probleme nach dem Absetzen an?

Eine Übersichtsarbeit von 2022 (auf Englisch) nennt die Biologie hinter PSSD „unklar“.

Bei manchen Menschen sind die Probleme Monate oder Jahre später noch da, obwohl das Medikament den Körper längst verlassen hat. Daryl fragte seine Ärztinnen und Ärzte immer wieder, wann es vergeht.

Ein Ausschnitt (8:56 bis 9:26, auf Englisch) aus Daryls Interview mit Moral Medicine, Oktober 2024. Es sind seine eigenen Ansichten. An anderer Stelle im Film spricht er von Suizidgedanken. Wenn es Ihnen psychisch schlecht geht: Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr und kostenfrei erreichbar unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123.

Zuerst, sagt er, hieß es: ein paar Wochen. Dann: ein paar Monate. Dann: ein Jahr oder mehr. Als er das Interview gab, waren es 13 Jahre. Bisher lässt sich nicht vorhersagen, wen es trifft oder ob es nachlässt.

Forschende haben Theorien. Keine davon ist bei Menschen mit PSSD bewiesen:

  • Die Einstellungen des Gehirns bleiben verändert. Serotonin gibt seine Nachricht über Andockstellen an den Nervenzellen weiter, sogenannte Rezeptoren. Manche passen sich womöglich an das Medikament an und bleiben heruntergeregelt (Übersichtsarbeit von 2018, auf Englisch).
  • Gene werden anders ein- oder ausgeschaltet. Ein Medikament kann verändern, wie Gene arbeiten, ohne die Gene zu verändern. Ein italienisches Team gab Ratten Paroxetin, ein weiteres SSRI. Einen Monat nach der letzten Dosis (auf Englisch) arbeiteten einige Gene in einem Hirnareal, das an der Sexualität beteiligt ist, noch anders.
  • Die Neurosteroide des Gehirns verschieben sich. Das sind hormonähnliche Stoffe, die das Gehirn selbst herstellt. Dasselbe Team unter Leitung von Professor Roberto Melcangi in Mailand vermutet, dass Veränderungen bei ihnen die PSSD auch mit dem Post-Finasterid-Syndrom (PFS) verknüpfen (auf Englisch), das nach dem Haarausfallmittel Finasterid auftritt.
  • Zellen behalten ein elektrisches Gedächtnis. In einer Arbeit von 2020 (auf Englisch) hatten winzige Plattwürmer, die in Fluoxetin (Prozac) gebadet worden waren, eine Woche später immer noch eine veränderte elektrische Ladung in ihren Zellen. Die Autorinnen und Autoren sagen, dass das an menschlichem Gewebe nicht gezeigt wurde.

Was kann ich tun?

Diese Medikamente helfen vielen Menschen. Wenn Sie derzeit Nebenwirkungen haben, entscheiden Sie jede Änderung gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Setzen Sie das Mittel nicht abrupt ab.

Wenn die Probleme seit dem Absetzen nicht nachgelassen haben, sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt. Nennen Sie die genauen Zeiträume: „Sertralin 50 mg ab Januar 2023, letzte Tablette im März 2024.“ Schildern Sie alles, was sich verändert hat, auch jenseits von Sex, und wie es vorher war.

Wenn es heißt: „Das Medikament ist nicht mehr in Ihrem Körper“

Sie könnten sagen: „Ich weiß. In der britischen Packungsbeilage steht, dass diese Probleme manchmal nach dem Absetzen angehalten haben, und niemand weiß bisher, warum. Können wir festhalten, dass meine unter Sertralin begonnen haben und nicht weggegangen sind?“

Viele sagen, es habe gedauert, bis sie ernst genommen wurden. Sie können es auch melden, ohne dass eine Ärztin oder ein Arzt zustimmt.

Melden Sie es: Das hilft allen

Was Ihre Ärztin oder Ihr Arzt notiert, hilft Ihnen. Eine Meldung an die Arzneimittelbehörde hilft allen anderen: So fallen Muster auf.

  • Kein Beweis nötig. Ein Verdacht genügt, auch Jahre nach dem Absetzen.
  • Wo: in Deutschland beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), im Vereinigten Königreich über das Yellow-Card-System, in den USA über MedWatch.
  • Die richtigen Worte. Wenn die Beschwerden nach dem Absetzen angehalten haben, schreiben Sie Sexuelle Funktionsstoerung nach SSRI (Post-SSRI sexual dysfunction, MedDRA 10086208).

Unsere Anleitung zum Melden zeigt Ihnen, wie es geht

Was wird sonst noch oft gefragt?

Liegt PSSD im Gehirn oder in den Nerven? Das kann bisher niemand sagen. Eine kleine Studie aus London fand 2026 bei fast allen ihrer Patientinnen und Patienten mit PSSD-Taubheitsgefühl normale Nerventests, was nach Ansicht des Teams auf das Gehirn hindeutet. Eine US-Klinik fand bei zwei von drei Männern mit anhaltenden Problemen nach Medikamenten, darunter SSRI, Anzeichen von Nervenschäden. Unsere Seite zu Studien zum Taubheitsgefühl sagt mehr dazu.

Könnte es nur meine Depression sein? Eine Depression selbst kann die Lust auf Sex senken. Deshalb fragt die Checkliste, ob dieselben Probleme schon vor dem Medikament da waren. Eine anhaltende Veränderung des Empfindens im Genitalbereich nennt sie als erstes Zeichen.

Wirken SNRI genauso? SNRI, eine verwandte Gruppe von Antidepressiva wie Venlafaxin und Duloxetin, verhindern ebenfalls, dass Serotonin wieder aufgenommen wird. 2019 verlangte die EU-Arzneimittelbehörde denselben Warnhinweis auch für sie, zu Problemen, die nach dem Absetzen bleiben. Siehe welche Antidepressiva mit PSSD in Verbindung stehen.

Die Auskunft in der gynäkologischen Praxis war ehrlich: Es kommt vor, und niemand weiß bisher, warum. Dass man es nicht erklären kann, macht es nicht weniger real. Wenn es Ihnen passiert ist, hält eine Meldung es fest. Mehr dazu auf unserer PSSD-Seite.

Quellen

  1. Higgins A, Nash M, Lynch AM. Antidepressant-associated sexual dysfunction: impact, effects, and treatment (auf Englisch). Drug Healthc Patient Saf 2010;2:141-150. Serotonin-Nervenenden zielen auf Dopamin- und Noradrenalin-Bahnen „und hemmen deren Aktivität“. Beide spielen „eine Rolle in den Phasen von Verlangen und Erregung“. Außerdem: „Serotonin hemmt die Bildung von Stickstoffmonoxid“. Und: „80 % des Serotonins befinden sich in der Peripherie“, wo es in den Fortpflanzungsorganen „die Empfindung direkt verringert“.
  2. Shaw J, Lai C, Bota P et al. The off-label use of selective serotonin reuptake inhibitors for sexual behavior management: risks and considerations (auf Englisch). Healthcare (Basel) 2025;13(19):2433. SSRI wirken über Serotoninrezeptoren, „um den dopaminergen Tonus in den mesolimbischen und spinalen Bahnen zu hemmen“ (Zusammenfassung).
  3. Prabhakar D, Balon R. How do SSRIs cause sexual dysfunction? (auf Englisch). Current Psychiatry 2010;9(12):30-34. „Die Belege, die Serotonin mit sexueller Funktionsstörung in Verbindung bringen, sind nicht schlüssig.“
  4. Viatris Products Limited. Lustral (sertraline) package leaflet (auf Englisch), Electronic Medicines Compendium, zuletzt überarbeitet im Dezember 2025. Abschnitt 1: Sertralin ist ein SSRI. Abschnitt 2: „In einigen Fällen haben diese Symptome nach Beendigung der Behandlung angehalten.“ Abschnitt 4: Ejakulationsunfähigkeit unter „Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Personen betreffen)“.
  5. Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Priligy (dapoxetine) package leaflet, annex III (auf Englisch), Verfahren nach Artikel 29, 2012. Abschnitt 1: Dapoxetin gehört zu den SSRI; es „verlängert die Zeit bis zum Samenerguss“.
  6. Healy D, Bahrick A, Bak M et al. Diagnostic criteria for enduring sexual dysfunction after treatment with antidepressants, finasteride and isotretinoin (auf Englisch). Int J Risk Saf Med 2022;33(1):65-76. Vorgeschlagene Kriterien, von einer Expertengruppe vereinbart. Abschnitt 3, notwendiges Kriterium: „Eine anhaltende Veränderung der somatischen (taktilen) oder erogenen (sexuellen) genitalen Empfindung nach Ende der Behandlung“. Kriterium 7: „Kein Hinweis auf eine sexuelle Funktionsstörung vor dem Medikament, die dem aktuellen Bild entspricht“. Zusätzliche nichtsexuelle Symptome: „emotionale Abstumpfung“, „Depersonalisation“, „andere Sinnesprobleme an Haut, Geruch, Geschmack oder Sehen“, „kognitive Beeinträchtigung“. Außerdem: „Fast alle Menschen, die einen SRI einnehmen, haben innerhalb einer Stunde nach Behandlungsbeginn eine gewisse Veränderung der genitalen Empfindlichkeit.“ Sie „kann spürbar sein oder durch einen scheinbaren Nutzen überdeckt werden“. Manche sagen, die Genitalien fühlten sich an, „als wären sie einem Betäubungsmittel ausgesetzt gewesen“.
  7. Healy D, Le Noury J, Mangin D. Post-SSRI sexual dysfunction: patient experiences of engagement with healthcare professionals (auf Englisch). Int J Risk Saf Med 2019;30:167-178. Fragebogen, beantwortet von 62 Menschen, die über RxISK.org gewonnen wurden. Zitat der teilnehmenden Person P47, Abschnitt 3.2, aus dem Englischen übersetzt und wie veröffentlicht wiedergegeben. Diskussion: Das Medikament „kann seit Monaten oder Jahren aus dem Körper der Betroffenen verschwunden sein“.
  8. Peleg LC, Rabinovitch D, Lavie Y et al. Post-SSRI sexual dysfunction (PSSD): biological plausibility, symptoms, diagnosis, and presumed risk factors (auf Englisch). Sex Med Rev 2022;10(1):91-98. Zusammenfassung: „deren zugrunde liegende neurobiologische Mechanismen unklar sind“; zu den Theorien zählen „epigenetische Genexpression, Dopamin-Serotonin-Wechselwirkungen, Serotonin-Neurotoxizität und hormonelle Veränderungen“. Nur als Zusammenfassung gelesen.
  9. Healy D, LaPalme J, Levin M. Post-SSRI sexual dysfunction: a bioelectric mechanism? (auf Englisch). Bioelectricity 2020;2(1):7-13. Plattwürmer (Planarien), 3 Tage in Fluoxetin gebadet und nach 1 Woche in Wasser untersucht. „Derzeit gibt es keine Einigkeit darüber, wie die Sinnesveränderungen unter SSRI zustande kommen.“ „Ein bioelektrisches Gedächtnis wurde bisher nicht in menschlichem Patientengewebe nachgewiesen.“ Vergleich mit Lidocain.
  10. Bala A, Nguyen HMT, Hellstrom WJG. Post-SSRI sexual dysfunction: a literature review (auf Englisch). Sex Med Rev 2018;6(1):29-34. Die Zusammenfassung nennt Theorien, darunter die „Herabregulierung des 5-Hydroxytryptamin-Rezeptors 1A“. Nur als Zusammenfassung gelesen.
  11. Giatti S, Cioffi L, Diviccaro S et al. Transcriptomic profile of the male rat hypothalamus and nucleus accumbens after paroxetine treatment and withdrawal (auf Englisch). Mol Neurobiol 2025. Ratten wurden zwei Wochen lang täglich behandelt; einige Genveränderungen im Nucleus accumbens waren nach einem Monat Absetzen noch vorhanden. Nur als Zusammenfassung gelesen. Tierstudie (animal study).
  12. Giatti S, Diviccaro S, Cioffi L, Melcangi RC. Post-finasteride syndrome and post-SSRI sexual dysfunction: two clinical conditions apparently distant, but very close (auf Englisch). Front Neuroendocrinol 2024;72:101114. Schlägt gemeinsame Mechanismen vor, an denen neuroaktive Steroide, Neurotransmitter und das Darmmikrobiom beteiligt sind. Nur als Zusammenfassung gelesen.
  13. Valnarov-Boulter I, Noronha A, Malladi P et al. Genital sensory loss in persistent sexual dysfunction following SSRI exposure (auf Englisch). International Continence Society 2026, Abstract 302. Beckennerventests bei acht von neun PSSD-Betroffenen normal; die Autorinnen und Autoren vermuten „einen zentral vermittelten Mechanismus“. Konferenzzusammenfassung.
  14. Stachelek J, Zwaans BMM, Shtein R, Peters KM. Insights into the peripheral nature of persistent sexual dysfunction associated with post-finasteride, post-SSRI and post-accutane syndromes (auf Englisch). Int Urol Nephrol 2025. Drei Männer, behandelt in einer urologischen Klinik in den USA; „Bei zwei Patienten wurde mittels kornealer konfokaler Mikroskopie eine periphere Neuropathie festgestellt“. Fallstudie, nur als Zusammenfassung gelesen; die Zusammenfassung nennt Retinoide, Finasterid/Sägepalme und SSRI als beteiligte Medikamente, ohne zu sagen, welcher Mann welches nahm.
  15. BBC News, Antidepressants: Should we talk about side-effects? (auf Englisch), 11. August 2023. Connor (nicht sein richtiger Name), Ausschnitt 5:54 bis 6:27. Aus den automatischen YouTube-Untertiteln: „die erste Nebenwirkung war ein völliges Taubheitsgefühl im Genitalbereich“ (5:54); „Ich habe Sertralin vor fast 12 Monaten abgesetzt und habe immer noch ein Taubheitsgefühl im Genitalbereich“ (6:08).
  16. Moral Medicine, 13 Years of Post SSRI Sexual Dysfunction (PSSD) (auf Englisch), Interview mit Daryl, 17. Oktober 2024, Ausschnitt 8:56 bis 9:26: die Antworten, die er nach eigener Aussage bekam, von Wochen bis zu einem Jahr oder mehr. 13 Jahre zum Zeitpunkt des Interviews. Aus den automatischen YouTube-Untertiteln. Seine Geschichte auf unserer Website: Daryls Geschichte.
  17. Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC). PRAC recommendations on signals adopted at the 13-16 May 2019 PRAC meeting (auf Englisch), EMA/PRAC/265212/2019, Abschnitt 1.3: alle SSRI und die SNRI Duloxetin, Venlafaxin, Desvenlafaxin und Milnacipran, „Anhaltende sexuelle Funktionsstörung nach Absetzen des Arzneimittels“.

Quellen geprüft am 27. Oktober 2026. KI-gestütztes Schreiben und Prüfen, keine klinische Prüfung. Alle Zitate wurden aus dem Englischen übersetzt.

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