Tagebuchvorlagen für PFS und PSSD: Symptome festhalten
Vorlagen, mit denen Sie Symptome bei PFS und PSSD täglich, wöchentlich und monatlich festhalten - für sich und für das Gespräch in der Praxis.

Das Leben mit Post-Finasterid-Syndrom (PFS) oder sexueller Funktionsstörung nach SSRI-Einnahme (PSSD) kann ein täglicher Kraftakt sein. Ein Tagebuch kann dabei viel helfen: Beschwerden im Blick behalten, Veränderungen erkennen, Gefühle ausdrücken. Die folgenden Vorlagen erleichtern den Anfang.
Warum Tagebuchschreiben hilft
Beim Schreiben halten Sie fest, was Sie erleben. Das kann entlasten und Ihnen Dinge klarmachen, die vorher untergegangen sind. Wenn Sie Beschwerden und Stimmungen notieren, erkennen Sie Muster und Auslöser leichter. Und Sie haben einen geschützten Ort, an dem Sie sich alles von der Seele schreiben können. Das erleichtert den Umgang mit PFS und PSSD.
Vorlage für die tägliche Reflexion
Beginnen Sie den Tag mit einem Vorsatz, und schauen Sie am Abend zurück, was daraus geworden ist. Mit dieser Vorlage halten Sie Beschwerden und Stimmung Tag für Tag fest:
- Vorsatz für den Tag: Was möchte ich heute schaffen?
- Beschwerden: Notieren Sie, was auftritt und wie stark es ist.
- Stimmung: Wie geht es Ihnen heute?
- Dankbarkeit: Schreiben Sie drei Dinge auf, für die Sie dankbar sind.
- Rückblick am Abend: Was ist heute gut gelaufen? Was könnte besser werden?
Tabelle zur Symptomerfassung
Tragen Sie täglich ein, wie stark Ihre Beschwerden sind. So werden Muster sichtbar. Und Sie sehen gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob eine Behandlung etwas bringt. Eigene Beschwerden können Sie ergänzen.
Kategorie Symptom Schweregrad (1-10)
Sexuelle Funktionsstörung Erektionsstörungen
Sexuelle Funktionsstörung Verminderte Libido
Sexuelle Funktionsstörung Taubheitsgefühl im Genitalbereich
Sexuelle Funktionsstörung Vermindertes Ejakulatvolumen
Sexuelle Funktionsstörung Verminderte Spermienqualität
Sexuelle Funktionsstörung Anorgasmie
Hormonstörungen Gynäkomastie
Hormonstörungen Muskelschwund
Hormonstörungen Erschöpfung
Hormonstörungen Stoffwechselveränderungen
Hormonstörungen Hitzewallungen
Hormonstörungen Niedriger Testosteronspiegel
Neurologische und kognitive Beschwerden Depression
Neurologische und kognitive Beschwerden Angst
Neurologische und kognitive Beschwerden Brain Fog
Neurologische und kognitive Beschwerden Schlafstörungen
Neurologische und kognitive Beschwerden Kopfschmerzen
Neurologische und kognitive Beschwerden Schwindel
Körperliche Veränderungen Hautveränderungen
Körperliche Veränderungen Verlust der Körperbehaarung
Körperliche Veränderungen Gelenk- und Muskelschmerzen
Körperliche Veränderungen Erschöpfung
Körperliche Veränderungen Kalte Extremitäten
Körperliche Veränderungen Muskelzucken
Körperliche Veränderungen Knochenschwund
Emotionale und psychische Auswirkungen Stimmungsschwankungen
Emotionale und psychische Auswirkungen Reizbarkeit
Emotionale und psychische Auswirkungen Sozialer Rückzug
Emotionale und psychische Auswirkungen Panikattacken
Weitere mögliche Symptome Tinnitus
Weitere mögliche Symptome Sehveränderungen
Weitere mögliche Symptome Verdauungsprobleme
Weitere mögliche Symptome Häufiges Wasserlassen
Weitere mögliche Symptome Brustschmerzen
Weitere mögliche Symptome Herzrasen
Vorlage für die Wochenübersicht
Im Wochenrückblick zeigen sich größere Entwicklungen in Gesundheit und Stimmung. Füllen Sie diese Vorlage am Ende jeder Woche aus:
- Gute Momente: Was hat in dieser Woche gutgetan?
- Schwierigkeiten: Was ist Ihnen schwergefallen?
- Beschwerden: Halten Sie fest, was am häufigsten aufgetreten ist.
- Stimmung: Wie war die Woche insgesamt für Sie?
- Ziele für die kommende Woche: Nehmen Sie sich drei Dinge vor, die realistisch zu schaffen sind.
Vorlage für die monatliche Bestandsaufnahme
Einmal im Monat treten die größeren Zusammenhänge hervor. Dann können Sie sich auch Ziele für einen längeren Zeitraum setzen. Mit dieser Vorlage blicken Sie auf den vergangenen Monat zurück:
- Erfolge: Was ist Ihnen gelungen, was hat sich gebessert?
- Rückschläge: Notieren Sie größere Schwierigkeiten oder Rückschritte.
- Muster: Welche Beschwerden kehren wieder, welche lassen nach?
- Stimmung: Halten Sie die Höhen und Tiefen des Monats fest.
- Nächste Schritte: Schreiben Sie auf, was Sie sich für den kommenden Monat vornehmen.
Vorlage für die persönliche Reflexion
Diese Vorlage geht tiefer und hilft, schwierige Gefühle und Gedanken zu ordnen:
- Standortbestimmung: Wie geht es mir heute? Und warum?
- Auslöser: Welche Ereignisse oder Gedanken haben Beschwerden oder Gefühle ausgelöst?
- Etwas Gutes: Schreiben Sie über etwas Schönes, das kürzlich passiert ist.
- Wünsche: Worauf hoffen Sie, was wünschen Sie sich für die Zukunft?
- Affirmationen: Notieren Sie Sätze über sich selbst, die Ihnen guttun.
So nutzen Sie die Vorlagen
Ob im Notizbuch, in einer Datei am Rechner oder in einer Tagebuch-App - das bleibt Ihnen überlassen. Wichtig ist, dranzubleiben. Wer regelmäßig schreibt, versteht die eigene Erkrankung oft besser und fühlt sich insgesamt wohler.
Fazit
Ein Tagebuch ist einfach zu führen und hilft trotzdem viel im Umgang mit PFS und PSSD. Es gibt Ihnen einen festen Rahmen: Sie erfassen Beschwerden, sortieren Gefühle und verlieren den Mut nicht so leicht. Fangen Sie heute damit an - so nehmen Sie Ihren Weg selbst in die Hand.
Weitere Informationen und Hilfe finden Sie auf der Website von SIDEfxHUB.
SIDEfxHUB-Team
Dieser Artikel gibt allgemeine Hinweise. Er ersetzt keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Ihre persönliche Situation mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was hier steht, ersetzt keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Entscheidungen über Ihre Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
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