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Beziehungsherausforderungen mit PSSD verstehen und meistern

Wie sich sexuelle Funktionsstörung nach SSRI-Einnahme auf Ihre Beziehungen und Ihr Wohlbefinden auswirkt - und wie Sie damit umgehen.

VonMorten SkovVeröffentlichtAktualisiert

Eine sexuelle Funktionsstörung nach SSRI-Einnahme (PSSD) kann eine enorme Belastung sein, die weit über das körperliche und emotionale Wohlbefinden hinausreicht. Auch Beziehungen zu Partnerinnen und Partnern, Familie und Freundeskreis können stark betroffen sein. Dieser Artikel möchte Ihnen helfen, diese Herausforderungen mit Empathie und Verständnis zu meistern, und gibt Anregungen für den Umgang mit Beziehungen in dieser schwierigen Zeit.

Hinweis

SIDEfxHUB ist eine gemeinnützige Organisation, die Menschen unterstützt, die von PFS und PSSD betroffen sind. Wir sind keine medizinischen Fachleute, und die hier bereitgestellten Informationen beruhen auf den gemeinsamen Erfahrungen der PSSD-Community. Wenden Sie sich für individuelle Beratung immer an eine Fachperson.

Wie sich PSSD auf Beziehungen auswirkt

Beziehungen leben von Kommunikation, Vertrauen und Nähe - Bereiche, die durch eine Erkrankung wie PSSD belastet werden können. Hier einige Wege, wie sich PSSD auf Beziehungen auswirken kann, und wie Sie diesen Herausforderungen begegnen können:

Das Gespräch mit der Partnerin oder dem Partner

Wenn Sie in einer Beziehung sind, kann es einschüchternd wirken, PSSD-Symptome anzusprechen. Offene Kommunikation ist jedoch entscheidend, um Vertrauen und Verständnis zu erhalten. Einige Überlegungen dazu:

1. Ehrlich, aber behutsam sein

Es ist wichtig, ehrlich darüber zu sprechen, was Sie durchmachen - aber auch rücksichtsvoll gegenüber den Gefühlen Ihres Gegenübers. Erklären Sie Ihre Symptome und deren Auswirkungen, ohne die andere Person damit zu überfordern.

2. Emotionale Nähe in den Mittelpunkt stellen

Körperliche Nähe kann schwierig sein - umso wichtiger ist es, emotionale Nähe zu pflegen. Verbringen Sie bewusst Zeit miteinander, führen Sie bedeutsame Gespräche und bekräftigen Sie Ihre Verbundenheit mit der Beziehung.

Herausforderungen, denen Sie begegnen könnten

Leider zeigen nicht alle Partnerinnen und Partner Verständnis oder Unterstützung für das, was Sie durchmachen. Hier einige mögliche Reaktionen und wie Sie damit umgehen können:

1. Verleugnung oder Verharmlosung

Manche Partnerinnen und Partner tun sich schwer, PSSD als reale Erkrankung anzuerkennen, oder spielen die Auswirkungen herunter. In solchen Fällen ist es wichtig, geduldig zu bleiben und Informationen sowie Materialien bereitzustellen, die PSSD erklären.

2. Frustration oder Vorwürfe

Ihr Gegenüber äußert möglicherweise Frustration oder macht Ihnen sogar Vorwürfe für die Veränderungen in der Beziehung. Versuchen Sie in diesem Fall ein offenes, ruhiges Gespräch darüber, wie PSSD Sie beide betrifft, und erwägen Sie gegebenenfalls eine Paarberatung als zusätzliche Unterstützung.

Beziehungen zu Familie und Freundeskreis pflegen

PSSD kann sich auch auf Beziehungen zu Familie und Freundeskreis auswirken, besonders wenn diese nicht vollständig verstehen, was Sie durchmachen. So lassen sich diese Situationen meistern:

1. Gezielt auswählen, wem Sie sich anvertrauen

Überlegen Sie sorgfältig, wem Sie von Ihrer Situation erzählen möchten. Nicht jeder Mensch muss die Details Ihrer Erkrankung kennen, und es ist völlig in Ordnung, manches privat zu halten.

2. Unterstützung bei verständnisvollen Menschen suchen

Verlassen Sie sich auf Familie und Freundeskreis, die einfühlsam und unterstützend sind. Sich mit verständnisvollen Menschen zu umgeben, kann einen erheblichen Unterschied machen, wenn es darum geht, mit PSSD umzugehen.

Beispiele anderer PSSD-Betroffener

Hier einige Beispiele, wie andere PSSD-Betroffene mit Beziehungsherausforderungen umgegangen sind:

1. Eine Auszeit nehmen

Eine Person stellte fest, dass eine kurze Auszeit von der Beziehung half, die eigenen Gedanken zu ordnen und die Situation ruhiger anzugehen. Diese Zeit für sich erlaubte beiden Partnern, gemeinsam über das weitere Vorgehen nachzudenken.

2. Neue Routinen aufbauen

Eine andere Person berichtete, wie sie mit ihrem Partner neue Routinen entwickelte, die nicht um körperliche Nähe kreisten. Ein gemeinsames Hobby half dabei, die Verbindung auf neue Weise zu stärken.

Weiterführende Ressourcen

Beziehungen in dieser Zeit zu pflegen ist nicht leicht - doch mit Verständnis, Geduld und Unterstützung lassen sich starke, gesunde Verbindungen erhalten. Zögern Sie nicht, sich an andere zu wenden, die Ähnliches erlebt haben - sie können wertvolle Einsichten und Ermutigung bieten.

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