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Der PSSD-Crash verstehen

Was können Sie während eines PSSD-Crashs erwarten, und wie lassen sich Ihre Beschwerden wirksam bewältigen?

VonMorten SkovVeröffentlichtAktualisiert

Der PSSD-Crash verstehen: Was Sie erwartet und wie Sie damit umgehen

Wenn Sie zum ersten Mal eine sexuelle Funktionsstörung nach SSRI-Einnahme (PSSD) erleben, kann es sich anfühlen, als hätte sich der Boden plötzlich unter Ihnen verschoben. Die Unsicherheit, die Beschwerden und die Angst vor dem, was kommt, können überwältigend sein. Dieser Artikel begleitet Sie durch diese erste Phase und bietet einfühlsame Hinweise, wie Sie Ihre Beschwerden bewältigen und wo Sie Unterstützung finden.

Hinweis

SIDEfxHUB ist eine gemeinnützige Organisation, die das Bewusstsein für PFS und PSSD schärft. Wir bieten Unterstützung und Orientierung auf Grundlage der Erfahrungen der PSSD-Community, sind aber keine medizinischen Fachleute. Die Informationen in diesem Artikel ersetzen keine fachliche Beratung. Besprechen Sie Ihre Situation stets auch mit einer behandelnden Person, bevor Sie wichtige Entscheidungen treffen. Zudem sind die hier genannten Beschwerden nicht abschließend, da PSSD von Person zu Person unterschiedlich verläuft.

Den ersten Crash verstehen

Der “Crash” ist ein Begriff, mit dem viele das plötzliche Einsetzen oder die Verschlechterung von Beschwerden nach dem Absetzen oder Reduzieren eines SSRI beschreiben. Der Begriff ist mit viel Angst und Unsicherheit verbunden - wichtig ist jedoch zu wissen, dass Sie mit dieser Erfahrung nicht allein sind. Viele andere haben diese schwierige Phase durchlebt und Wege gefunden, damit umzugehen.

Welche Beschwerden können auftreten?

Die Erfahrung mit PSSD ist bei jedem Menschen anders, und die Beschwerden während eines Crashs können stark variieren. Zu den am häufigsten berichteten Beschwerden zählen:

  • Sexuelle Funktionsstörungen: ein plötzlicher oder sich verschlechternder Verlust von sexuellem Verlangen, Erregung oder Befriedigung.
  • Emotionale Abstumpfung: ein Gefühl emotionaler Taubheit oder Distanz.
  • Körperliche Beschwerden: dazu können Erschöpfung, Kopfschmerzen oder Muskelschmerzen zählen.
  • Kognitive Beeinträchtigungen: Konzentrationsschwierigkeiten oder Brain Fog.
  • Schlafstörungen: Schwierigkeiten beim Einschlafen, Durchschlafen oder erholsamen Schlaf.

Ihre Beschwerden bewältigen

In dieser Zeit ist es wichtig, gut mit sich selbst umzugehen und sich Unterstützung zu suchen, wo immer möglich. Hier einige Hinweise, die Ihnen durch diese schwierige Phase helfen können:

1. Ruhe bewahren

Es ist natürlich, angesichts solch unerwarteter Veränderungen in Panik zu geraten - versuchen Sie dennoch, so ruhig wie möglich zu bleiben. Viele Menschen erleben anfangs schwere Beschwerden, die sich mit der Zeit teilweise abschwächen können.

2. Ein schrittweises Ausschleichen erwägen

Falls Sie Ihr Medikament noch einnehmen, könnte es sich lohnen, mit Ihrer Praxis über ein langsames Ausschleichen statt eines abrupten Absetzens zu sprechen. Manche Patientinnen und Patienten berichten, dass dies die Intensität des Crashs verringern kann.

3. Vertrauten Menschen davon erzählen

Das ist nichts, was Sie allein durchstehen müssen. Erwägen Sie, sich einer vertrauten Freundin, einem vertrauten Freund oder Familienmitglied anzuvertrauen. Manchmal macht es schon einen großen Unterschied, wenn jemand einfach zuhört.

4. Schlaf und Erholung priorisieren

Schlaf kann in dieser Zeit schwierig sein, doch es ist entscheidend, so viel Ruhe wie möglich zu bekommen. Eine beruhigende Abendroutine, Ohrstöpsel oder entspannende Klänge können helfen. Manche Patientinnen und Patienten berichten, dass eine Anpassung des Schlafrhythmus - später ins Bett gehen und später aufstehen - in dieser Phase besser zu den Bedürfnissen des Körpers passt.

5. Mit der PSSD-Community in Kontakt treten

Sie sind mit diesem Weg nicht allein. Treten Sie unseren WhatsApp-Selbsthilfegruppen (auf Englisch) bei, um sich mit anderen zu vernetzen, die Ähnliches durchlebt haben. Zu hören, wie andere damit umgegangen sind, kann Trost spenden und praktische Hinweise liefern.

Beispiele von anderen PSSD-Patientinnen und -Patienten

Hier einige Beispiele, wie andere Menschen mit PSSD ihren ersten Crash bewältigt haben:

1. Es langsam angehen

Eine Person berichtete, dass sie nach schweren Beschwerden durch das abrupte Absetzen ihres SSRI mit ihrer Praxis sprach und sich entschied, zunächst eine niedrige Dosis wieder einzunehmen und dann langsam auszuschleichen. Dieser Ansatz half, die Beschwerden wirksamer zu bewältigen.

2. Kraft in der Gemeinschaft finden

Eine andere Person fand durch den Beitritt zu einer Selbsthilfegruppe ein Gefühl der Zugehörigkeit und des Verstandenwerdens. Der Austausch mit anderen, die Ähnliches durchlebten, half, sich weniger isoliert und hoffnungsvoller zu fühlen.

Materialien zum Weiterlesen

Denken Sie daran: Es ist in Ordnung, sich in dieser Zeit überfordert zu fühlen. Mit kleinen Schritten und der Suche nach Unterstützung können Sie beginnen, diese neue Realität wirksamer zu bewältigen.

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