Arbeiten und Berufsleben mit PSSD
Strategien für den Umgang mit PSSD im Berufsleben - wie Sie Gesundheit und Karriere in Einklang bringen.

Wenn die sexuelle Funktionsstörung nach SSRI-Einnahme (PSSD) in Ihr Leben tritt, kann sich das wie eine schwere Last anfühlen - besonders, wenn sie beginnt, Ihre Arbeit zu beeinträchtigen. Der Arbeitsalltag, der früher selbstverständlich war, kann zur Herausforderung werden, während Sie versuchen, Ihre Gesundheit mit Ihren beruflichen Verpflichtungen in Einklang zu bringen. Dieser Artikel bietet praktische Hinweise und Erfahrungen anderer, die vor ähnlichen Herausforderungen standen, um Ihnen zu helfen, ein neues Gleichgewicht in Ihrem Arbeitsleben zu finden.
Die Herausforderungen verstehen
Arbeiten mit PSSD kann besondere Herausforderungen mit sich bringen. Erschöpfung, Brain Fog und seelische Belastung sind häufige Beschwerden, die Produktivität und Konzentration beeinträchtigen können. Es ist wichtig, diese Schwierigkeiten anzuerkennen und Wege zu finden, das Arbeitsumfeld an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.
Das Gespräch mit dem Arbeitgeber
Wenn Ihre Beschwerden Ihre Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigen, kann ein Gespräch mit dem Arbeitgeber sinnvoll sein. Hier einige Hinweise, wie Sie das angehen können:
1. Entscheiden, was Sie offenlegen
Sie müssen nicht jedes Detail Ihrer Erkrankung offenlegen, aber es kann helfen zu erklären, wie sich Ihre Beschwerden auf Ihre Arbeit auswirken. Konzentrieren Sie sich auf die konkreten Anpassungen, die Sie brauchen, um produktiv zu bleiben.
2. Flexible Regelungen anfragen
Fragen Sie, wenn möglich, nach flexiblen Arbeitsregelungen wie Homeoffice, angepassten Arbeitszeiten oder reduziertem Arbeitspensum. Das kann helfen, Ihre Beschwerden wirksamer zu bewältigen und gleichzeitig Ihren beruflichen Verpflichtungen nachzukommen.
Beispiele von anderen PSSD-Patientinnen und -Patienten
Hier einige Beispiele, wie andere Menschen mit PSSD ihr Berufsleben gestaltet haben:
1. Arbeitszeiten anpassen
Eine Person konnte mit dem Arbeitgeber erfolgreich verhandeln, die Arbeitszeit auf später am Tag zu verlegen. Das half, morgendliche Erschöpfung und Brain Fog besser zu bewältigen und die Produktivität insgesamt zu verbessern.
2. Homeoffice anfragen
Eine andere Person stellte fest, dass der Wechsel ins Homeoffice half, Stress zu reduzieren und die eigenen Beschwerden besser zu bewältigen. Die Flexibilität des Arbeitens von zu Hause ermöglichte es ihr, bei Bedarf Pausen zu machen und sich ein angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen.
3. Auszeit nehmen
In manchen Fällen haben Betroffene es als notwendig empfunden, eine vorübergehende Auszeit von der Arbeit zu nehmen - besonders in der ersten Zeit nach einem PSSD-Crash. Diese Auszeit ermöglichte es ihnen, sich auf ihre Gesundheit und Genesung zu konzentrieren, bevor sie zur Arbeit zurückkehrten.
Arbeit und Gesundheit in Einklang bringen
Es ist wichtig, eine Balance zwischen der eigenen Karriere und der eigenen Gesundheit zu finden. Sich bei der Arbeit zu sehr zu überfordern kann Beschwerden verschlimmern - hören Sie deshalb auf Ihren Körper und machen Sie bei Bedarf Pausen. Hier einige Strategien, die helfen können, Arbeit und Gesundheit in Einklang zu bringen:
1. Selbstfürsorge priorisieren
Machen Sie Selbstfürsorge zu einem festen Bestandteil Ihres Alltags. Ob kurze Spaziergänge, Entspannungstechniken oder ausreichend Schlaf - die Sorge für das eigene Wohlbefinden ist entscheidend, um Beschwerden bei der Arbeit zu bewältigen.
2. Realistische Ziele setzen
Passen Sie Ihre Erwartungen an das an, was angesichts Ihrer Beschwerden realistisch erreichbar ist. Kleinere, handhabbare Ziele können helfen, produktiv zu bleiben, ohne sich zu überfordern.
Materialien zum Weiterlesen
- Was ist PSSD? Eine Einführung in die Risiken von Antidepressiva (auf Englisch)
- Nebenwirkungen melden (auf Englisch)
- PSSD/PFS-Register (auf Englisch)
- Unseren WhatsApp-Selbsthilfegruppen beitreten (auf Englisch)
Das Berufsleben mit PSSD zu bewältigen ist zweifellos eine Herausforderung, doch mit den richtigen Anpassungen und Unterstützung ist es möglich, den eigenen beruflichen Weg fortzusetzen. Denken Sie daran: Sie sind nicht allein - viele andere stehen vor ähnlichen Herausforderungen, und der Austausch mit ihnen kann wertvolle Erkenntnisse und Ermutigung bieten.