‹Alle ArtikelUnterstützung für Betroffene

Schlafprobleme nach einem PSSD-Crash

Schlafprobleme nach einem PSSD-Crash? Praktische Tipps für besseren Schlaf - mit Erfahrungen von Betroffenen.

Von Morten SkovVeröffentlicht Aktualisiert
Schlafprobleme nach einem PSSD-Crash

Schlaf ist wichtig für Erholung und Wohlbefinden - erst recht nach einem „Crash“, einer plötzlichen, deutlichen Verschlechterung nach dem Absetzen oder Reduzieren. Doch für viele Menschen mit sexueller Funktionsstörung nach SSRI-Einnahme (PSSD) wird eine ruhige Nacht zur Ausnahme. Schlaflosigkeit, unruhiger Schlaf und häufiges Aufwachen sind in der PSSD-Community weit verbreitet. Dieser Artikel sammelt praktische Tipps, mit denen Sie in dieser schweren Zeit besser schlafen.

Alle Zitate wurden aus dem Englischen übersetzt.

Hinweis

SIDEfxHUB ist eine gemeinnützige Organisation für Menschen mit PFS und PSSD. Wir sind keine medizinischen Fachleute. Was hier steht, beruht auf den Erfahrungen Betroffener. Besprechen Sie medizinische Fragen immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Die hier genannten Beschwerden sind eine Auswahl. PSSD verläuft bei jedem Menschen anders.

Schlafprobleme bei PSSD verstehen

Schlafprobleme gehören zu den häufigsten und belastendsten Symptomen von PSSD. Das Einschlafen zieht sich, der Schlaf zerfällt in Stücke, und am Morgen fühlt sich nichts erholt an. Das zermürbt, zumal andere Symptome ohnehin an den Kräften zehren. Eine Patentlösung gibt es nicht. Aber einiges kann den Schlaf verbessern.

Praktische Tipps für besseren Schlaf

Schon kleine Änderungen an Schlafumgebung und Gewohnheiten bewirken oft viel:

1. Eine ruhige Schlafumgebung schaffen

Machen Sie Ihr Schlafzimmer zu einem Ort der Ruhe. Eine Schlafmaske und Ohrstöpsel halten Licht und Lärm draußen. Ein White-Noise-Gerät oder ruhige Hintergrundgeräusche tun ihr Übriges.

„Verdunklungsvorhänge und ein White-Noise-Gerät haben mir wirklich geholfen, Ablenkungen auszublenden und eine ruhige Schlafumgebung zu schaffen.“ - Person mit PSSD, Großbritannien

2. Einen festen Schlafrhythmus einhalten

Gehen Sie möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett, und stehen Sie zur gleichen Zeit auf - auch am Wochenende. So kommt die innere Uhr wieder in Takt.

„Ein fester Schlafrhythmus hat bei mir viel bewirkt. Es hat gedauert, aber irgendwann hat sich mein Körper angepasst.“ - Person mit PSSD, Kanada

3. Auf Essen und Bewegung achten

Schwere Mahlzeiten, Koffein und Alkohol kurz vor dem Zubettgehen stören den Schlaf. Lassen Sie sie weg. Leichte Bewegung hilft dagegen beim Einschlafen, am besten regelmäßig und eher früh am Tag.

4. Stress und Angst abbauen

PSSD kann erheblichen Stress und Angst auslösen, und beides hält nachts wach. Achtsamkeit, tiefes Atmen oder sanftes Yoga vor dem Zubettgehen bringen den Kopf eher zur Ruhe.

5. Das Bett anpassen

Manchmal reicht eine Kleinigkeit: ein bequemeres Kissen, eine neue Matratze. Auch ein kühles, dunkles Zimmer tut gut.

„Ich musste verschiedene Kissen ausprobieren, bis ich eines gefunden habe, das meinen Nacken richtig stützt. Eine kleine Veränderung, aber sie hat meine Schlafqualität deutlich verbessert.“ - Person mit PSSD, Großbritannien

Was tun, wenn der Schlaf nicht besser wird

Halten die Schlafprobleme an, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Gemeinsam können Sie Schlafhilfen oder andere Behandlungen besprechen. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen gibt Rückhalt und Rat.

Zum Weiterlesen

Mit Schlafproblemen bei PSSD zu leben, ist mühsam. Doch kleine Änderungen an Routine und Umgebung bringen oft mehr, als man erwartet. Sie sind damit nicht allein: Im Austausch mit anderen, die Ihre Lage kennen, finden Sie Rückhalt und weitere Ideen.

Was hier steht, ersetzt keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Entscheidungen über Ihre Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Register für PFS, PSSD, PAS

570+ Betroffene haben sich ins Register eingetragen.
Tragen Sie sich ein und melden Sie Ihre Nebenwirkungen.

  • Machen Sie Ihre Erkrankung sichtbar
  • Erfahren Sie als Erste von Studien, an denen Sie teilnehmen können
  • Melden Sie danach Ihre Nebenwirkungen Ihrer Arzneimittelbehörde
Live 570+ Betroffene bisher gezählt Jeder Punkt ist eine Person 62Länder 3Erkrankungen
Wenn Sie in einer Krise sind: 0800 111 0 111 TelefonSeelsorge116 123 (kostenfrei, rund um die Uhr)Hilfe in Ihrem Land finden

Register für PFS, PSSD, PAS

570+ Betroffene haben sich ins Register eingetragen. Tragen Sie sich ein.

3 Minuten zur Anmeldung · Ihre Angaben werden nie weitergegeben