Warum Sie Nebenwirkungen von Finasterid und SSRI melden
Was einzelne Meldungen bei PFS und PSSD schon bewirkt haben - und wie Sie Ihre eigenen Nebenwirkungen melden.

Das Leben mit einer sexuellen Funktionsstörung nach SSRI-Einnahme (PSSD) oder dem Post-Finasterid-Syndrom (PFS) verlangt viel ab. Die körperlichen Beschwerden schränken ein, und die seelische Last macht den Alltag oft zur Überforderung. Dass Sie unsicher sind, was jetzt zu tun ist, versteht sich von selbst. Eines aber können Sie sofort tun: Ihre Nebenwirkungen melden. Davon haben nicht nur Sie etwas, sondern alle Betroffenen. Ohne Meldungen kommen Verständnis und Behandlung dieser Erkrankungen nicht voran.
Warum das Melden zählt
Das Problem sichtbar machen: PSSD und PFS werden zu selten gemeldet und häufig missverstanden. Wenn Sie melden, was Ihnen passiert ist, erfahren Ärzteschaft und Behörden mehr darüber. So werden diese Erkrankungen ernst genommen und besser verstanden.
Arzneimittelsicherheit verbessern: Ohne Meldungen lässt sich die Sicherheit von Medikamenten wie SSRI und Finasterid nicht überwachen und bewerten. Aus diesen Daten können neue Sicherheitshinweise folgen, bei gefährlichen Mitteln bis hin zur Marktrücknahme. Wer meldet, schützt damit auch alle, denen das Mittel künftig verschrieben wird.
Forschung und Interessenvertretung voranbringen: Sorgfältige Meldungen belegen, dass es mehr Forschung zu PSSD und PFS braucht. Sie helfen, Fördermittel für Studien einzuwerben, die diese Erkrankungen aufklären und wirksame Behandlungen finden sollen. Ihre Meldung trägt dazu bei, dass die Fachwelt diese Erkrankungen anerkennt und an Lösungen arbeitet.
Was Meldungen schon bewirkt haben
Meldungen von Patientinnen und Patienten haben die Gesundheitspolitik schon mehrfach verändert. Das Schmerzmittel Vioxx kam vom Markt, nachdem solche Meldungen es mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall in Verbindung gebracht hatten. Bei SSRI wiesen Meldungen auf ein erhöhtes Risiko für Suizidgedanken und suizidales Verhalten hin, vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Daraufhin kamen strengere Warnhinweise und eine engmaschigere Überwachung. Trotzdem gelten SSRI vielerorts nach wie vor als sicher. Deshalb braucht es weiter wache Augen und Meldungen, damit die Öffentlichkeit die möglichen Risiken kennt.
Diese Beispiele zeigen, was Meldungen von Betroffenen bewirken können: Sie stoßen Sicherheitsmaßnahmen und behördliche Schritte an. Mit jeder Meldung wächst die Datenlage. Damit steigt die Aussicht auf Veränderungen, auf Schutz für künftige Patientinnen und Patienten und auf mehr Wissen über die Risiken.
Wie Sie Ihre Nebenwirkungen melden
Melden Sie jede Nebenwirkung, die Sie bemerken, körperlich wie psychisch. Erst aus vielen Meldungen ergibt sich ein vollständiges Bild der Risiken dieser Medikamente. In Deutschland ist das BfArM zuständig. Wie das geht, erklärt unsere Anleitung zum Melden.
Sie sind nicht allein
Mit PSSD oder PFS zu leben kann enorm schwer sein. SIDEfxHUB stellt Materialien bereit und bringt Sie mit Menschen zusammen, denen es ähnlich geht. Ihre Nebenwirkungen zu melden ist ein wichtiger Schritt - für Ihre eigene Gesundheit und für alle, die dasselbe Risiko tragen. Es hilft der Forschung, die für eine Heilung nötig ist. Und es trägt dazu bei, dass diese Erkrankungen anerkannt und behandelt werden. Wenn Sie Rat oder Rückhalt brauchen, melden Sie sich bei SIDEfxHUB. Gemeinsam können wir darauf hinarbeiten, dass diese Erkrankungen besser verstanden und behandelt werden.
Was hier steht, ersetzt keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Entscheidungen über Ihre Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
570+ Betroffene haben sich ins Register eingetragen.
Tragen Sie sich ein und melden Sie Ihre Nebenwirkungen.
- Machen Sie Ihre Erkrankung sichtbar
- Erfahren Sie als Erste von Studien, an denen Sie teilnehmen können
- Melden Sie danach Ihre Nebenwirkungen Ihrer Arzneimittelbehörde