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PFS und Blutwerte: Welche Tests sinnvoll sind und warum

Welche Blutwerte bei Verdacht auf PFS infrage kommen - und was sie über Ihre Hormone und Ihre Gesundheit aussagen.

VonMorten SkovVeröffentlichtAktualisiert

Wenn Sie vermuten, ein Post-Finasterid-Syndrom (PFS) zu haben, ist ein Blick auf Ihre Blutwerte ein wichtiger Schritt. Es gibt keinen Test, der PFS nachweist. Bestimmte Werte zeigen aber, wie es um Ihren Hormonhaushalt und Ihre Gesundheit insgesamt steht. Dieser Artikel führt Sie durch die Untersuchungen, die am ehesten infrage kommen, und erklärt, warum.

Hinweis

Wir sind keine medizinischen Fachleute. Was folgt, beruht auf den Erfahrungen der PFS-Community und ersetzt keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Blutuntersuchungen und Behandlungen immer mit Ihrer Praxis.

Warum Blutwerte wichtig sind

Blutuntersuchungen decken hormonelle Ungleichgewichte und andere körperliche Auffälligkeiten auf, die zu Ihren Beschwerden beitragen könnten. PFS bestätigen können sie nicht. Sie zeigen aber Abweichungen, an denen sich Behandlung und weiteres Vorgehen orientieren können.

Die wichtigsten Untersuchungen

1. Hormonstatus

Ein gründlicher Hormonstatus ist zentral, weil bei PFS häufig der Androgenhaushalt gestört ist. Wichtige Werte sind:

  • Testosteron (gesamt und frei)
  • Dihydrotestosteron (DHT)
  • Estradiol
  • Luteinisierendes Hormon (LH)
  • Follikelstimulierendes Hormon (FSH)
  • Sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG)

2. Cortisol

Cortisol, das Stresshormon, ist bei PFS-Betroffenen häufig verschoben. Eine Bestimmung im Blut oder über einen Speicheltest im Tagesverlauf gibt Aufschluss über die Nebennierenfunktion.

3. Schilddrüsenwerte

Die Schilddrüse steuert Stoffwechsel und Energiehaushalt. TSH, freies T3, freies T4 und reverses T3 zeigen, ob sie richtig arbeitet.

4. Großes Blutbild und Stoffwechselwerte

Ein umfassendes Stoffwechselprofil gibt einen Überblick: Blutzucker, Nieren- und Leberwerte, Elektrolythaushalt.

5. Vitamine und Mineralstoffe

Ein Mangel kann Beschwerden verstärken. In der PFS-Community werden vor allem Vitamin D, Vitamin B12, Magnesium und Zink genannt.

Warum das Melden von Nebenwirkungen zählt

Zum Leben mit PFS gehört auch, unerwünschte Arzneimittelwirkungen der nationalen Arzneimittelbehörde zu melden - in Deutschland dem BfArM. Das ist entscheidend für die Anerkennung der Erkrankung und dafür, dass PFS besser verstanden wird. Ihre Praxis zögert vielleicht; bestehen Sie darauf, dass Ihre Beschwerden gemeldet werden. Nur gemeinsam erreichen wir, dass PFS-Betroffene künftig die Hilfe bekommen, die sie brauchen.

Vorbereitung auf den Termin

Gehen Sie gut informiert in das Gespräch über Blutwerte. Je nach Anlass Ihres Besuchs können Sie entscheiden, ob Sie PFS direkt ansprechen - die Erkrankung ist nicht überall anerkannt. Wenn Sie unsicher sind, tauschen Sie sich vorher in unseren WhatsApp-Selbsthilfegruppen (auf Englisch) aus.

Zum Weiterlesen

Blutwerte zu verstehen ist nur ein Schritt im Umgang mit PFS. Bleiben Sie über unsere WhatsApp-Selbsthilfegruppen (auf Englisch) mit der Community in Kontakt und nutzen Sie unsere Materialien.

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