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Post-Finasterid-Syndrom: häufige Symptome

Die häufigsten Symptome bei PFS: sexuell, hormonell, neurologisch, körperlich und psychisch. Eine Auswahl - PFS verläuft bei jedem Menschen anders.

Von Morten SkovVeröffentlicht Aktualisiert
Post-Finasterid-Syndrom: häufige Symptome

Das Post-Finasterid-Syndrom (PFS) entsteht nach der Einnahme von 5-Alpha-Reduktase-Hemmern. Diese Mittel werden häufig gegen Haarausfall und eine vergrößerte Prostata verschrieben. Die Beschwerden reichen quer durch den Körper, und genau das macht die Erkrankung so schwer zu fassen. Diese Übersicht nennt die häufigsten.

Die hier genannten Beschwerden sind eine Auswahl.

Sexuelle Funktionsstörungen

Zu den am häufigsten berichteten Beschwerden gehören sexuelle Funktionsstörungen. Dazu zählen:

  • Erektionsstörungen: Eine Erektion zu bekommen oder zu halten, fällt schwer.
  • Verminderte Libido: Die Lust auf Sex lässt deutlich nach.
  • Taubheitsgefühl im Genitalbereich: Penis und Umgebung fühlen sich taub an.
  • Vermindertes Ejakulatvolumen: Beim Samenerguss kommt weniger Flüssigkeit.
  • Verminderte Spermienqualität: Beweglichkeit und Zahl der Spermien verändern sich. Das kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
  • Anorgasmie: Ein Orgasmus ist nicht mehr möglich.

Hormonelle Ungleichgewichte

PFS kann den Hormonhaushalt spürbar aus dem Gleichgewicht bringen. Die Folgen:

  • Gynäkomastie: Bei Männern bildet sich Brustgewebe.
  • Muskelschwund: Muskelmasse und Kraft nehmen ab.
  • Erschöpfung: Anhaltende Müdigkeit, die sich durch Ruhe nicht bessert.
  • Stoffwechselveränderungen: Der Stoffwechsel verändert sich, mitunter nimmt man zu.
  • Hitzewallungen: Plötzlich wird einem heiß, oft mit Schweißausbruch.
  • Niedriges Testosteron: Sinkt der Testosteronwert, zeigt sich das unter anderem an weniger Muskelmasse und an Erschöpfung.

Neurologische und kognitive Auswirkungen

Bei vielen Betroffenen kommen neurologische und geistige Beschwerden dazu:

  • Depression: Schwere, anhaltend gedrückte Stimmung, nichts macht mehr Freude.
  • Angst: Nervosität und innere Unruhe nehmen zu.
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen: Man kann sich schlecht konzentrieren, vergisst Dinge und fühlt sich geistig wie benebelt.
  • Schlafstörungen: Man liegt wach oder wacht unerholt auf.
  • Kopfschmerzen: Häufige oder chronische Kopfschmerzen.
  • Schwindel: Man fühlt sich benommen, oder alles dreht sich.

Körperliche Veränderungen

Auch körperlich macht sich PFS bemerkbar, unter anderem so:

  • Hautveränderungen: Die Haut wird trocken, es kommt zu Ausschlägen.
  • Weniger Körperbehaarung: Die Behaarung geht zurück, auch im Gesicht.
  • Gelenk- und Muskelschmerzen: Schmerzen in Muskeln und Gelenken, für die sich keine Erklärung findet.
  • Erschöpfung: Anhaltende Müdigkeit, die sich durch Ruhe nicht bessert.
  • Kalte Extremitäten: Hände und Füße sind häufig kalt.
  • Muskelzucken: Muskeln zucken unwillkürlich.
  • Knochenschwund: Knochenmasse und -dichte nehmen ab.

Emotionale und psychische Auswirkungen

Seelisch hinterlässt das Syndrom ebenfalls deutliche Spuren:

  • Stimmungsschwankungen: Die Stimmung kippt schnell und ohne erkennbaren Anlass.
  • Reizbarkeit: Man ist schneller gereizt und frustriert.
  • Sozialer Rückzug: Kontakte und Unternehmungen werden gemieden.
  • Panikattacken: Ohne Vorwarnung überfällt einen heftige Angst.

Weitere mögliche Symptome

Manche Betroffene berichten von weiteren Symptomen, darunter:

  • Tinnitus: In den Ohren klingelt oder rauscht es.
  • Sehveränderungen: Das Sehen wird schlechter, ohne dass eine Brille etwas ausrichtet.
  • Verdauungsprobleme: Der Stuhlgang verändert sich, Magen und Darm machen Beschwerden.
  • Häufiges Wasserlassen: Der Harndrang nimmt zu, besonders nachts.
  • Brustschmerzen: Druck oder Schmerzen im Brustkorb.
  • Herzrasen: Das Herz schlägt schnell oder unregelmäßig.

Fazit

PFS verläuft bei jedem Menschen anders, und nicht alle Betroffenen haben alle diese Beschwerden. Vermuten Sie, dass Sie betroffen sind? Dann lassen Sie sich ärztlich gründlich untersuchen und beraten.

Warum PFS entsteht, ist bis heute nicht geklärt. Die Forschung sucht weiter nach wirksamen Behandlungen. Bis dahin kommt es darauf an, das Thema bekannt zu machen. Das stärkt Betroffene und hält den Druck aufrecht, weiter zu forschen.

Wenn Sie mit PFS leben und Suizidgedanken haben, zögern Sie nicht: Wenden Sie sich an SIDEfxHUB.

Was hier steht, ersetzt keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Entscheidungen über Ihre Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

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