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Wie Sie mit Familie und Freundeskreis über PSSD sprechen

Wie erklären Sie PSSD Familie und Freundeskreis? Hilfreiche Ansätze für das Gespräch.

VonMorten SkovVeröffentlichtAktualisiert

Familie und Freundeskreis von der sexuellen Funktionsstörung nach SSRI-Einnahme (PSSD) zu erzählen, kann schwerfallen - vor allem, wenn Sie ohnehin schon mit den emotionalen und körperlichen Herausforderungen der Erkrankung zu kämpfen haben. Dieser Artikel gibt Orientierung dafür, wie Sie diese Gespräche so angehen, dass Verständnis und Unterstützung entstehen können.

Das Gespräch angehen

Wenn Sie bereit sind, über PSSD zu sprechen, lohnt es sich, das Gespräch mit Bedacht anzugehen. Wie Sie Ihre Situation schildern, beeinflusst, wie andere reagieren. Ein paar Dinge, die Sie im Kopf behalten sollten:

1. Ehrlich und klar sein

Beim Sprechen über PSSD hilft es, unkompliziert zu bleiben. Verzichten Sie auf zu viel Fachsprache, damit Ihre Angehörigen die Informationen leichter aufnehmen können.

2. Realistische Erwartungen setzen

Rechnen Sie damit, dass jede Person anders reagiert. Manche zeigen sofort Mitgefühl, andere tun sich schwer, zu begreifen, was Sie gerade durchmachen. Das ist normal - stellen Sie sich innerlich auf ganz unterschiedliche Reaktionen ein.

Mögliche Reaktionen

Hier einige Beispiele für Reaktionen, die Ihnen begegnen könnten:

Positive Reaktionen

  • Mitgefühl und Unterstützung: Manche aus Familie oder Freundeskreis reagieren sofort mit Verständnis und Sorge und bieten an, auf jede erdenkliche Weise zu helfen.
  • Bereitschaft, sich einzulesen: Andere möchten mehr über PSSD erfahren, stellen Fragen oder recherchieren selbst, um besser zu verstehen, was Sie erleben.

Negative Reaktionen

  • Bagatellisierung: Manche Menschen spielen Ihre Beschwerden herunter oder deuten an, das sei „alles nur im Kopf”. Das kann frustrierend sein - bleiben Sie ruhig und wiederholen Sie, dass Ihre Erkrankung real ist und von der Patientengemeinschaft anerkannt wird.
  • Fehlendes Verständnis: Manche aus Familie oder Freundeskreis verstehen PSSD einfach nicht, selbst nachdem Sie es erklärt haben. Das kann sich isolierend anfühlen - manchmal braucht es aber nur Zeit, bis die Situation ankommt.

Erfahrungen anderer PSSD-Betroffener

Viele Menschen mit PSSD haben ähnliche Herausforderungen erlebt, wenn sie mit ihrem Umfeld sprachen. Zwei Beispiele:

1. Erfahrung mit einer unterstützenden Partnerschaft

Eine betroffene Person berichtete, dass die Partnerschaft zu einem zentralen Halt wurde, nachdem sie von PSSD erfahren hatte. Es brauchte Zeit, aber am Ende recherchierte die Partnerin oder der Partner selbst und trat Online-Selbsthilfegruppen bei, um besser zu verstehen, wie sie helfen konnte.

2. Skepsis in der Familie überwinden

Eine andere betroffene Person erlebte anfangs Schwierigkeiten, weil die Familie das Ausmaß der Beschwerden nicht glaubte. Indem sie Erfahrungsberichte und Forschung aus vertrauenswürdigen Quellen teilte, gewann sie nach und nach das Verständnis und die Unterstützung ihrer Familie.

Mit negativen Reaktionen umgehen

Wenn Sie auf negative oder bagatellisierende Reaktionen stoßen, kann Folgendes helfen:

  • Ruhig bleiben: Ihre psychische Gesundheit zu schützen, hat Vorrang. Lassen Sie sich bei Bagatellisierung nicht auf eine Diskussion ein. Erklären Sie stattdessen ruhig, dass Ihre Symptome real sind und dass Sie vor allem Unterstützung brauchen.
  • Grenzen setzen: Wenn eine nahestehende Person dauerhaft wenig unterstützend ist, kann es nötig sein, Grenzen zu setzen. Machen Sie deutlich, dass Sie die Bedenken verstehen, aber Verständnis und Mitgefühl brauchen - kein Urteil.
  • Unterstützung woanders suchen: Denken Sie daran, dass Sie sich nicht allein auf Familie und Freundeskreis verlassen müssen. Unsere WhatsApp-Selbsthilfegruppen (auf Englisch) oder der Austausch mit anderen in der PSSD-Community können genau das Verständnis und die Unterstützung bieten, die Sie brauchen.

Materialien zur Unterstützung

Diese Materialien können Sie mit Ihren Angehörigen teilen, um ihnen PSSD verständlicher zu machen:

Mit Familie und Freundeskreis über PSSD zu sprechen ist nicht leicht. Mit Geduld, Ehrlichkeit und den richtigen Materialien kann daraus aber auch ein wichtiger Schritt hin zu einem starken Unterstützungsnetzwerk werden.

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