Angst und Depression bei Post-Finasterid-Syndrom: was hilft
PFS belastet nicht nur körperlich. Was bei Angst und Depression hilft und wo Sie Unterstützung finden.

Das Post-Finasterid-Syndrom (PFS) ist schwer zu bewältigen - körperlich wie seelisch. Viele Betroffene berichten von starker Angst und Depression als Teil ihrer Beschwerden. Dieser Artikel zeigt, was helfen kann und warum Unterstützung so wichtig ist.
Hinweis
Wir sind keine medizinischen Fachleute. Was hier steht, beruht auf den Erfahrungen Betroffener. Besprechen Sie Entscheidungen über die Behandlung Ihrer psychischen Beschwerden mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Die seelische Seite ernst nehmen
Für viele geht PFS mit einer tiefen psychischen Belastung einher. Angst und Depression sind häufig, und manchmal scheint alles über einem zusammenzuschlagen. Diese Gefühle gehören zum Krankheitsbild, und Sie sind damit nicht allein. Das anzuerkennen, ist der erste Schritt, um damit umzugehen.
Was im Alltag hilft
1. Holen Sie sich Unterstützung
Das Wichtigste zuerst: Reden Sie mit jemandem. Mit einem vertrauten Menschen aus Familie oder Freundeskreis, in einer Selbsthilfegruppe oder in einer professionellen Beratung. Der Kontakt zu anderen kann Gefühle von Isolation und Verzweiflung lindern. In unseren WhatsApp-Gruppen finden Sie Menschen, die dasselbe erlebt haben.
2. Achtsamkeit und Entspannung
Achtsamkeitsübungen wie Meditation oder tiefes Atmen halten Sie im Hier und Jetzt. Das kann helfen, mit Angst umzugehen. Schon kurze Meditationen können beruhigen. Dann fällt es leichter, mit Gefühlen umzugehen, die einen sonst überrollen.
3. Halten Sie an einer Routine fest
Ein fester Tagesablauf gibt Halt. Gehen Sie möglichst zu denselben Zeiten ins Bett, auch wenn der Schlaf schlecht ist. Etwas Bewegung oder ein Gang an die frische Luft kann die Stimmung heben. Ausgewogene Ernährung und genug Trinken sind ebenfalls wichtig für das seelische Wohlbefinden.
4. Professionelle Hilfe
Wenn Angst und Depression nicht mehr zu bewältigen sind, ist professionelle Hilfe ein kluger Schritt. Psychotherapie, Beratung oder Psychiatrie bieten die Unterstützung und Behandlung, die Sie vielleicht brauchen. Dort lässt sich auch klären, was in Ihrer Lage infrage kommt. Besprechen Sie jede Behandlung aber mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Melden Sie Ihre Nebenwirkungen
Neben allem, was Sie für sich selbst tun, ist eines wichtig: Melden Sie Ihre Nebenwirkungen - in Deutschland beim BfArM. Jede Meldung trägt dazu bei, PFS besser zu verstehen, und kann Anerkennung und Behandlung voranbringen. Bestehen Sie darauf, dass Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihre Beschwerden meldet, auch wenn die Praxis zögert. Wie das geht, erklärt unsere Anleitung zum Melden.
Zum Weiterlesen
- Was ist das Post-Finasterid-Syndrom (PFS)?
- Forschung und Erkenntnisse zu PFS
- Post-Finasterid-Syndrom: häufige Symptome
Sich um die seelische Gesundheit zu kümmern, ist ein wichtiger Teil des Lebens mit PFS. Wenn Sie sich Hilfe holen und selbst aktiv werden, kommen Sie mit den Schwierigkeiten besser zurecht. Halten Sie über unsere WhatsApp-Gruppen Kontakt zu anderen Betroffenen und informieren Sie sich weiter mit unseren Materialien.
Und tragen Sie sich ins Patientenregister ein. So erfahren Sie, was sich in Forschung und Unterstützung tut.
Was hier steht, ersetzt keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Entscheidungen über Ihre Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
570+ Betroffene haben sich ins Register eingetragen.
Tragen Sie sich ein und melden Sie Ihre Nebenwirkungen.
- Machen Sie Ihre Erkrankung sichtbar
- Erfahren Sie als Erste von Studien, an denen Sie teilnehmen können
- Melden Sie danach Ihre Nebenwirkungen Ihrer Arzneimittelbehörde