Reuters erstreitet Einsicht in Merck-Akten zu Propecia
Eine US-Richterin gibt dem Antrag von Reuters statt: Merck-Dokumente aus den Propecia-Klagen müssen offengelegt werden.
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Eine US-Richterin hat dem Antrag von Reuters stattgegeben: Dokumente von Merck & Co aus den Klagen um Propecia müssen offengelegt werden. Das Interesse der Öffentlichkeit wiegt schwerer.
Die Klagenden werfen Merck vor, die Risiken einer sexuellen Funktionsstörung durch Propecia nicht vollständig offengelegt zu haben. Sechzehn Monate nach dem Antrag von Reuters befand Richterin Peggy Kuo, Mercks Argumente wögen zu leicht gegenüber dem Recht auf Akteneinsicht. Merck erklärte, man habe offen mit den Arzneimittelbehörden zusammengearbeitet, und hält daran fest, dass Propecia sicher und wirksam sei.
2012 wurden über 1.100 Klagen rund um Propecia zusammengeführt. Die meisten endeten 2018 in einem Vergleich über 4,3 Millionen US-Dollar. Mercks Einwand, beigelegte Fälle müssten nicht offengelegt werden, ließ Richterin Kuo nicht gelten.
Der vollständige Artikel bei Reuters: Judge Orders Merck Documents on Anti-Baldness Drug Propecia Unsealed (auf Englisch)
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