Reuters: Propecia-Risiken blieben unter Verschluss
Reuters zeichnet nach, wie Gerichtsakten zu Propecia unter Verschluss blieben - und erzählt die Geschichte von Kelly Pfaff und ihrem Mann.
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Reuters erzählt die Geschichte von Kelly Pfaff. Ihr Mann John nahm sich das Leben. Ausgelöst hat das aus ihrer Sicht Propecia (Wirkstoff: Finasterid), ein Mittel gegen Haarausfall von Merck & Co. Auch nachdem John es abgesetzt hatte, ging es ihm psychisch immer schlechter - bis zu seinem Tod. Kelly Pfaff hat Merck verklagt. Sie wirft dem Unternehmen vor, schwere Nebenwirkungen verschwiegen zu haben, darunter sexuelle Funktionsstörungen und Depression.
John Pfaffs Fall steht nicht allein. In den USA wurden über 1.100 Klagen mit demselben Vorwurf eingereicht: Die Risiken von Propecia seien heruntergespielt worden. Merck weist das zurück. Das Mittel sei sicher und wirksam, und man habe der US-Arzneimittelbehörde FDA alle nötigen Informationen offengelegt. Vertrauliche Dokumente, die Reuters einsehen konnte, sprechen dagegen. Intern gab es Zweifel an der Sicherheit des Mittels und Sorge um mögliche Langzeitfolgen für die sexuelle Gesundheit von Männern.
Über den Verfahren liegt ein Schleier der Geheimhaltung. Gerichtsdokumente wurden versiegelt oder geschwärzt, entscheidende Informationen erreichen die Öffentlichkeit nicht. Kelly Pfaff lässt sich davon nicht aufhalten. Sie will die Wahrheit über Propecia ans Licht bringen, damit anderen Familien dasselbe erspart bleibt.
Den vollständigen Artikel lesen Sie bei Reuters: Court let Merck hide secrets about a popular drug’s risks (auf Englisch)
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