Mayer Brezis über Finasterid und die Behörden
Mayer Brezis, Medizinprofessor in Jerusalem, spricht über seine Studie zu Finasterid von 2025. Das Mittel kann nach seinen Worten psychisch schaden.
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Eine Studie zu Finasterid aus dem Jahr 2025
In diesem Interview spricht Mayer Brezis über seine Studie zu Finasterid aus dem Jahr 2025 (auf Englisch). Er ist Professor für Medizin und Public Health an der Hadassah-Hebrew University in Jerusalem.
Er sagt, die Studie sei zu dem Schluss gekommen, dass Finasterid Depressionen und Suizidalität auslösen könne. Dass das erst so spät erkannt wurde, führt die Studie nach seinen Worten zum Teil auf den Hersteller und die Behörden zurück. Der Hersteller habe einfache Studien zur Arzneimittelsicherheit nicht durchgeführt und veröffentlicht, die Behörden hätten sie weder angefordert noch selbst durchgeführt.
Die Argumente von Brezis
- Warum die Belege für einen Zusammenhang zwischen Finasterid und psychischen Schäden aus seiner Sicht inzwischen die Kriterien für Ursache und Wirkung erfüllen.
- Wie eine Verzögerung von 20 Jahren bei der Reaktion der Arzneimittelbehörden seiner Ansicht nach Fehler im ganzen System zeigt.
- Eine Kultur, die er „deny and defend“ (abstreiten und verteidigen) nennt und die nach seinen Worten verhindert, dass sich die moderne Medizin selbst korrigiert.
- Warum er es als moralische Pflicht sieht, die Sicherheit von Patientinnen und Patienten über den Profit zu stellen.
Danke an Mayer Brezis für dieses Interview. Aufgezeichnet hat es Moral Medicine, das mehr als neunzig solcher Gespräche gefilmt hat.
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