Tims Geschichte: fast 17 Jahre Finasterid
Tim nahm fast 17 Jahre lang Finasterid wegen Prostatabeschwerden. Er sagt, er sei nicht gewarnt worden, was es bewirken kann.
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Verschrieben wegen Prostatabeschwerden
Tim bekam Finasterid wegen Prostatabeschwerden verschrieben, und man sagte ihm, er brauche es vielleicht für den Rest seines Lebens. Er nahm 5 mg am Tag.
Er sagt, er sei nicht gewarnt worden, dass es seine sexuelle Gesundheit, sein Nervensystem oder seine psychische Gesundheit beeinträchtigen könne. Veränderungen hätten bald nach Beginn der Einnahme eingesetzt, sagt er, und darauf sei eine allmähliche Verschlechterung gefolgt. Fast 17 Jahre lang nahm er das Mittel, bevor er es mit seinen Beschwerden in Verbindung brachte.
Was Tim beschreibt
- Libidoverlust und Erektionsstörungen, bald nach Beginn der Einnahme.
- Sexuelle Funktionsstörungen, die nicht wieder verschwunden sind.
- Neurologische Probleme und die Diagnose Neuropathie.
- Ein Verlust an Mobilität, der geblieben ist.
- Das Ende einer 23-jährigen Beziehung, das er mit diesen Veränderungen in Verbindung bringt.
Als er schließlich auf einen Warnhinweis zu Finasterid stieß, setzte er es ab. Zum Zeitpunkt dieses Interviews, fast ein Jahr später, seien seine Beschwerden unverändert, sagt er. Er sagt auch, er habe keine nennenswerte Unterstützung bekommen, als er sich damit an Ärztinnen und Ärzte wandte.
Moral Medicine weist darauf hin, dass viele Menschen Finasterid ohne unmittelbare Probleme nehmen, andere aber von anhaltenden Beschwerden berichten, die oft als Post-Finasterid-Syndrom (PFS) bezeichnet werden. Wie es dazu kommt, sei unklar, und es lasse sich nicht verlässlich vorhersagen, wen es treffen kann.
Danke an Tim, dass er diese Geschichte erzählt hat. Aufgezeichnet hat dieses Interview Moral Medicine, das mehr als neunzig solcher Gespräche gefilmt hat.
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