Was CBC/Radio-Canada über Finasterid aufgedeckt hat
Eine sechsmonatige Recherche von CBC/Radio-Canada, veröffentlicht am 17. März 2025, hat erneut Aufmerksamkeit auf die verheerenden Nebenwirkungen gelenkt,…
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Was CBC/Radio-Canada über die verborgenen Gefahren von Finasterid aufgedeckt hat
Eine sechsmonatige Recherche von CBC/Radio-Canada, veröffentlicht am 17. März 2025, hat erneut Aufmerksamkeit auf die verheerenden Nebenwirkungen gelenkt, die manche Männer nach der Einnahme von Finasterid erleben - einem Medikament, das unter dem Markennamen Propecia häufig gegen Haarausfall eingesetzt wird.
Alle Zitate wurden aus dem Englischen übersetzt.
Die Recherche schildert die erschütternde Geschichte von Marc Turner, 35, aus Mississauga, Ontario, der Finasterid gegen seinen Haarausfall einnahm. Innerhalb weniger Wochen entwickelte er Brain Fog, sexuelle Funktionsstörungen und Anhedonie - die Unfähigkeit, Freude oder Liebe zu empfinden. Auch nach dem Absetzen verschlechterte sich sein Zustand. Nach über einem Jahr des Kampfes nahm sich Marc im April 2022 das Leben.
„Er sagte: ‚Nirgendwo gibt es Trost, Mama. Ich kann keine Liebe fühlen’”, erzählte seine Mutter Denise CBC.
Turners Geschichte spiegelt sich in den Berichten von 25 Männern, die CBC/Radio-Canada interviewte und die von anhaltenden sexuellen, kognitiven und psychischen Symptomen berichteten - noch lange nach dem Absetzen des Medikaments. Genannt wurden erektile Dysfunktion, Unfruchtbarkeit, Angst, Depression, Schlaflosigkeit und Suizidgedanken. Manche verloren Beziehungen, ihren Job und die Hoffnung.
Dieser Zustand, oft als Post-Finasterid-Syndrom (PFS) (auf Englisch) bezeichnet, gilt in Teilen der Fachwelt weiterhin als umstritten. Von CBC befragte Fachleute - darunter der Harvard-Endokrinologe Dr. Michael Irwig - sind jedoch überzeugt, dass die klinischen Studien, die zur Zulassung von Finasterid führten, methodische Schwächen hatten und Langzeitrisiken nicht erfassten.
„Die Studien waren kurz, klein angelegt und verfolgten Männer mit anhaltenden Nebenwirkungen nicht weiter”, so Irwig.
„Die tatsächlichen Risiken werden wahrscheinlich unterschätzt.”
Die Recherche fand zudem Hinweise darauf, dass Merck, der ursprüngliche Hersteller des Medikaments, Daten zu anhaltenden Nebenwirkungen in klinischen Studien möglicherweise heruntergespielt oder zurückgehalten hat. In internen E-Mails, die vor Gericht offengelegt wurden, bezeichnete ein Merck-Wissenschaftler die eigenen veröffentlichten Sicherheitsdaten des Unternehmens als „irreführend”.
Zwar listet die Produktinformation von Finasterid inzwischen sexuelle Nebenwirkungen und das Risiko für Suizidgedanken auf, doch Betroffene und Angehörige berichteten CBC, dass sie von ihrer Praxis oft nicht gewarnt wurden - und Telemedizin-Werbung weiterhin junge Männer anspricht, ohne die Risiken zu erwähnen.
„Bevor ich das Medikament genommen habe, habe ich alles überprüft”, sagte Wei Wong, 29, aus Montreal.
Seit seiner Einführung sind die Verschreibungen von Finasterid in Kanada um fast 50 Prozent gestiegen. Die Recherche von CBC wirft drängende Fragen auf: Werden genug Männer ausreichend aufgeklärt? Tun die Behörden genug?
Den vollständigen Artikel lesen Sie bei CBC News: „Hair loss drug finasteride can cause debilitating side-effects, men say” (auf Englisch)