Paroxetin und sexuelle Nebenwirkungen: neue Erkenntnisse
Paroxetin greift möglicherweise über die Adrenalinproduktion in die Sexualfunktion ein. Was daran neu ist und was das für Betroffene heißt.

Paroxetin und sexuelle Funktionsstörung: neue Erkenntnisse zu einem alten Problem
Das Antidepressivum Paroxetin wird häufig verschrieben, meist gegen Depression und Angststörungen. Viele, die es nehmen, berichten aber von sexuellen Funktionsstörungen. Über diese Nebenwirkung rätseln Ärzteschaft und Forschung seit Jahren.
Was steckt wirklich dahinter?
Neue Forschung weist auf eine mögliche Ursache hin. Paroxetin könnte mit dem Enzym Phenylethanolamin-N-Methyltransferase (PNMT) wechselwirken. Dieses Enzym braucht der Körper, um Adrenalin zu bilden. Adrenalin wiederum ist für die sexuelle Funktion wichtig. Das könnte erklären, warum manche Menschen unter diesem Medikament sexuelle Nebenwirkungen bekommen.
Warum das wichtig ist
Sexuelle Funktionsstörungen können sehr belasten und zermürben, gerade wenn Sie eigentlich an Ihrer psychischen Gesundheit arbeiten. Je besser die Mechanismen verstanden sind, desto eher lässt sich etwas gegen diese Nebenwirkungen tun. Das bringt Betroffenen mehr Lebensqualität.
Wenn Sie solche Beschwerden bemerken, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber. Die vollständige Studie finden Sie bei ScienceDirect (auf Englisch).
Was hier steht, ersetzt keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie Entscheidungen über Ihre Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
570+ Betroffene haben sich ins Register eingetragen.
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