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Charlottes Geschichte: 7 Jahre Antidepressiva

Charlotte setzte Citalopram nach Jahren der Einnahme ab. Sie beschreibt schwere Absetzsymptome und eine lange Zeit mit wechselnden Medikamenten.

Von Morten SkovVeröffentlicht

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Jahrelang Citalopram, dann das Absetzen

Charlotte nahm jahrelang Citalopram. Sie sagt, in dieser Zeit habe es keine echte formale Überprüfung der Behandlung gegeben. Sie begann, das Mittel unregelmäßig zu nehmen, und setzte es schließlich ganz ab.

Etwa drei Wochen später, sagt sie, hatte sie ihre erste Panikattacke, mit starkem Grübeln, Gedankenrasen und erdrückender Angst. Moral Medicine beschreibt, was sie durchmachte, als schweres Absetzsyndrom nach einem Antidepressivum und als psychische Destabilisierung.

Sie sagt, diese Beschwerden hätten zunächst nachgelassen, als sie wieder Citalopram nahm, doch innerhalb weniger Wochen seien starke Agitiertheit, Schlaflosigkeit, nächtliche Angstzustände, Durchfall, Zittern und eine Akathisie aufgetreten, eine starke innere Unruhe.

Was danach für Charlotte kam

Sie beschreibt eine lange Zeit mit wechselnden Medikamenten und sich verschlechternden psychischen Beschwerden. Sie sagt, sie habe schwere kognitive Beschwerden gehabt, weder arbeiten noch für ihre Kinder sorgen können und sei schließlich in eine psychiatrische Klinik aufgenommen worden.

Im Interview erzählt sie, wie schnell sie im Alltag nicht mehr funktionierte und wie schwer es war zu verstehen, was mit ihr geschah. Sie spricht darüber, wie sie Hilfe suchte, während sie Absetzsymptome hatte und die Medikamente immer wieder gewechselt wurden, und darüber, was das mit ihrem Selbstbild, mit ihrem Familienleben, ihrem Beruf und ihrem Vertrauen in den eigenen Kopf und Körper gemacht hat.

Nach Angaben von Moral Medicine geht es Charlotte inzwischen deutlich besser, und sie baut ihr Leben wieder auf: Sie kümmert sich wieder um ihre Kinder, kehrt in den Alltag zurück und bereitet ihre Rückkehr in den Beruf vor. Moral Medicine fügt hinzu, dass sie weiterhin mit der Angst vor einem Rückfall lebt.

Danke an Charlotte, dass sie diese Geschichte erzählt hat. Aufgezeichnet hat dieses Interview Moral Medicine, das mehr als neunzig solcher Gespräche gefilmt hat.

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